20. April 2021

Demon Slave Band 2 – Manga Review

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Die bisherigen Dämonen waren kein Problem, doch als der sogenannte „Einhörnige“ mit seiner finsteren Meisterin auftaucht, finden Yuki und Kyoka einen ebenbürtigen Gegner…

Es kommt wie es kommen muss…

Bereits im ersten Band hat Demon Slave sich bereits als äußerst offensichtlicher Harem-Manga entpuppt – dem Fachbegriff für den Hahn im Hühnerstall. Yuki landet in der Dämonenwelt Mato bei der 7. Einheit des Anti-Dämonen-Regiments. Als buchstäblicher Sklave der Superkraft der Kommandantin darf er nicht nur heldenhaft gegen die gefährlichen Monster in den Kampf ziehen, sondern wird im Anschluss auch noch freizügig für seinen Einsatz belohnt. Im ersten Band sind Yuki und Kyoka sich so bereits zwangsläufig nähergekommen und wir bekamen ein gutes Gefühl dafür, dass die strenge Kommandantin einen weichen Kern zu haben scheint, der nichts mit ihrem beträchtlichen Vorbau zu tun hat. Auch die freche Shushu bekundete bereits Interesse am einzigen Mann im Haus.

Neben einem deutlich zu jungen Mädchen war damit noch eine junge Frau übrig und entsprechend der klaren Linie dieses Unter-Genres war es nur eine Frage der Zeit, bis auch sie auf romantische oder zumindest anstößige Weise auf Yuki trifft. Obgleich Shushu das Cover von Band 2 ziert liegt daher der Fokus dieses Story-Abschnitts auf der herrischen Himari, die Yuki bisher nur mit derber Abneigung begegnet ist.

Um in einem freundschaftlichen Wettkampf gegen eine andere Einheit des Regiments und speziell gegen ihre eigene Schwester bestehen zu können, benötigt Himari aber Yukis Hilfe und dafür ist ihr jedes Opfer recht. Das kommt dem beinahe schon überforderten Yuki zugute, der erneut mit jeder Menge Dankbarkeit rechnen kann…

Kreative Superkräfte

Ich bin ja großer Fan von japanischen Autoren, weil sie „outside the box“ denken, wie man so schön sagt. Während westliche Geschichten sich nicht selten stark ähneln, denkt man sich bei japanischen Videospielen, Mangas oder Animes doch häufig: „Wow – was hat der Kerl geraucht? Das ist ja genial!“ Gerade auch beim Thema Superkräfte schaffen es die Japaner immer wieder über das Altbekannte zu springen, das man z.B. von Marvel und DC gewohnt ist. Auch in der Fortsetzung von Demon Slave kommt dieser Gedanke wieder auf, wenn Himari ihre coole Kraft erklärt oder wie die Fähigkeiten von den neu vorgestellten Figuren kennenlernen. Auch das Auftreten von den Strippen ziehenden Superschurken spielt diesem Aspekt stark in die Karten. An Action mangelt es diesem Story-Abschnitt also auf keinem Fall, wohingegen…

Kann es zu viel Fan-Service geben?

Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal sagen würde, aber JA VERDAMMT, kann es! In den Kommentaren zwischen den Seiten erklärt Autor Takahiro sogar, dass er sich fest vorgenommen hat, in jedes Kapitel Fan-Service einzubauen und genauso fühlt sich das Ganze auch langsam an. Ich bin der letzte, der sich beschwert, wenn Hüllen fallen gelassen werden oder der obligatorische Panty-Shot abgearbeitet wird, aber es darf sich halt unter keinen Umständen so anfühlen als würde es abgearbeitet werden. Allein schon den Vorsatz zu haben in jedem einzelnen Kapitel seine Perversionen auszuleben, anstelle sich vernünftig auf die eigentliche Geschichte zu konzentrieren, ist meiner Meinung nach gehörig der falsche Ansatz. Und so kommt es dann auch, dass einem Leser nackte Brüste irgendwann zu viel werden – denn die haben sich im Vergleich zum ersten Band gefühlt mehr als verdoppelt.

Fazit

Demon Slave hat wirklich schöne Ansätze und noch einiges an Potential, dass es gerade in Band 2 aber sehr stark zugunsten recht flachem und überfüttertem Fan-Service vergeudet. Anstatt die doch recht spannende Welt weiter zu etablieren oder die knisternde Beziehung zwischen Yuki und der Kommandantin weiter zu vertiefen, wird die quasi für einen ganzen Band auf die Ersatzbank verwiesen, damit man das Harem vollenden und möglichst viele Badeszenen zeigen kann.

Die Zeichnungen sind nach wie vor wunderschön und detailverliebt mit sehr eindrucksvollen Action-Szenen und natürlich großflächigen „Belohnungs“-Sequenzen. Auch kündigen sich neue Schurken an, die für kommende Bände garantieren, dass zumindest die Action nicht ganz zugunsten der Zurschaustellung von vollbusiger nackter Haut verschwindet.

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