Eine große Familie

Jedes Jahr gegen Ende Oktober versammeln sich abertausende Menschen in Anaheim, Orange County. Nicht etwa, um den Mighty Ducks beim Eishockey zuzusehen. Eisig ist der Name zwar auch, aber Blizzard Entertainments hauseigene Convention Blizzcon hat rein gar nichts mit Eishockey zu tun. Hier präsentiert Blizzard treuen Fans und Zockern aus aller Welt die neuesten Projekte, Updates für bereits etablierte Spiele, Cosplay-Wettbewerbe, stellt Demos und Beta-Versionen zu neuen Spielen zum Testen bereit und lädt darüber hinaus auch die eSport-Elite ein, sich live auf der Blizzcon zu messen. Kurz: Ein riesiges Paket voll Gaming und Nerdkultur. Und wir von Knockout waren live (vor dem Monitor) dabei, dank einem Virtual Ticket von Blizzard Entertainment.

Wie in jedem Jahr begann die Blizzcon mit der Eröffnungszeremonie. Eine Übersicht über die Projekte, neue Ankündigungen und vor Allem ein Wort von CEO J. Allen Brack an die Fans und Besucher. Seine Eröffnungsrede begann ernst und nüchtern, adressierte er doch die jüngsten Geschehnisse um Hearthstone-Profi blitzchung und dessen Strafen aufgrund seiner Äußerungen zur Krise in Hong Kong. Brack gestand, mit sichtlich ernster und betroffener Mine, dass Blizzard hier Fehler gemacht hatte und ihre Reglementierungen nicht mit der Unternehmensphilosophie vereinbar seien. Sicher mag es für Kritiker hier nicht genug Tiefgang gegeben haben, allerdings war Brack deutlich anzusehen, dass dies eine ernste Angelegenheit für ihn ist und ihm diese Worte gegenüber einem Live-Publikum sehr wichtig waren.

Nach diesem etwas ernsteren Auftakt begannen nun die Ankündigungen für Blizzard’s Spiele, die wir näher beleuchten wollen.

DIIAAAAABLOOOOOO FFIIIIIEEEEHRRRRR !!!!!!111111einseinself!!!!!!

Nicht für Handys. Keine Smartphones. Nein, liebe Leute. Blizzard hat den Griff in die virtuelle Kloschüssel, auch bekannt als Diablo Immortal, dezent unter den Tisch fallen lassen und präsentiert mit einem Trailer, der beklemmender und düsterer kaum sein könnte, die vierte Instanz der Mutter aller modernen Hack n Slay-Spiele: Diablo IV. Das Cinematic ließ uns unmissverständlich wissen, dass noch lange nicht alles Böse aus der Welt von Sanctuary vertrieben ist. Jahrzehnte nach den Ereignissen von Diablo III und Reaper of Souls liegt die Welt in Schutt und Asche. Der Orden der Horadrim ist endgültig zerrüttet, der Himmel in Trümmern und seine Tore verschlossen, die Menschen in Elend und Krieg verfallen. In diese düsteren Zeiten herein wird ein Wesen beschworen, das bisher nur in Erzählungen ein Teil des Diablo-Universums war. Lilith schuf mit dem Engel Inarius Sanctuary, als eine Zufluchtsstätte für Sterbliche, um sie nicht dem Kampf zwischen Himmel und Hölle auszusetzen. Auch gehen die Nephilim auf die Beziehung dieser Beiden zurück. Und genau diese Dame soll nun richten, was auf Sanctuary im Argen liegt, so der Plan von Kultisten und Ränkeschmieden. Klingt ganz so, als könnte dieser Plan nur nach hinten losgehen.

Und deshalb dürfen wir uns hoffentlich bald wieder in die Schlacht stürzen. Insgesamt fünf Charakterklassen sollen in der finalen Version zur Auswahl stehen, drei davon wurden bereits spielbar präsentiert. Der Barbar, altbekannt und bis an die Zähne bewaffnet. Die Zauberin, Meisterin der arkanen Magie. Und der Druide, ein alter Freund aus Diablo II, Thron des Baal.

Die Engine von Diablo IV ist vollkommen neu, was auch in Spielgrafik gerenderte Cutscenes eindrucksvoll beweisen. Der Detailgrad an den Charakteren ist enorm und lässt einzelne Ausrüstungsgegenstände genau erkennen. Das Design des Spiels orientiert sich wieder stärker an den dunklen, beklemmenden Szenarien der ersten beiden Teile. Die Action soll wieder verstärkt in Dungeons und unter der Erdoberfläche stattfinden, wo Diablo bisher immer glänzen konnte. Und neben Höhlen, Kerkern und Kavernen geht es auch wieder in das Quasi-Wohnzimmer jedes Dungeonveteranen: In die Hölle.

Für alle langjährigen Fans der Serie gibt es ein Aufatmen: Talentbäume sind zurück! Keine schwammigen Talente mehr sondern wieder genaues Verteilen von Punkten, Abwägen und vor Allem individuelle Skillungen. Wo in Diablo III noch Itemsets bestimmten, welche Talente man wählen musste, soll es wieder anders herum sein. Eine Skillung steht fest und man wählt die Items, die am Besten dazu passen. Dafür gibt es nicht nur hunderte neue legendäre Items, sondern auch die Runenworte aus Diablo II sind zurück, allerdings in einer freieren Variante. Keine genauen Kombinationen sind mehr nötig, sondern vielmehr kann man die Effekte der Runen miteinander kombinieren und damit eigene Effekte kreieren.

Charaktere können mehrere Waffen ausrüsten, der Barbar zum Beispiel bis zu vier. Damit soll es möglich sein, Spielweisen ohne die Beschränkung einer Waffe zu spielen, da die Charaktere automatisch auf die Waffe, oder im Fall des Druiden Tierform, für eine gewählte Aktion wechseln, um sie auszuführen.

Die Welt von Sanctuary ist diesmal nicht in Akte aufgeteilt, sondern eine einzige, offene Spielwelt. Alle bisher bekannten Gebiete werden erkundbar sein, sowie viele Neue. Aus diesem Grund dürfen die Charaktere nun auch auf Pferden reiten, die mit Trophäen oder Rüstungen ausgestattet werden. Es wird eine Hauptstory mit Quests und Aufgaben geben, die verfolgt werden kann. Allerdings gibt es genauso etliche Nebenquests. Spieler werden in dieser großen Welt auf andere Mitspieler treffen können, sobald sie sich in einer der vielen Städte oder Dörfer befinden. Dort können Items gehandelt, Gruppen gesucht oder Equipment und Skillungen verglichen werden. Nach wie vor besteht auch die Möglichkeit, Gruppen nur privat, mit eingeladenen Freunden zu erstellen oder ganz allein durch die Welt zu streifen. Große Weltbosse und Events, die auf der Weltkarte erscheinen, lassen sich mit etlichen Spielern zusammen bezwingen. Und wem der ganze soziale Unsinn gegen den Strich geht, kann in gekennzeichneten PvP-Gebieten einfach Jedem was auf die Nuss geben, der nicht bei Drei auf dem Baum ist.

Was kommt bloß nach dem Tod?

Blizzard’s nächstes ikonisches Franchise feiert dieses Jahr gleich doppeltes Jubiläum. Zum Einen feiert das Warcraft-Universum 25-jähriges Bestehen, dazu lässt World of Warcraft zum 15. Geburtstag ordentlich die Korken knallen. Dies wurde schon zum Anlass genommen, um WoW Classic ins Rennen zu schicken, doch auch die Retail-Version von WoW bekommt Nachschub.

Game Director Ion Hazzikostas präsentierte zunächst den epischen Cinematic Trailer zur neuen Erweiterung Shadowlands. Sylvanas Windrunner, aus ihrer Position als Kriegshäuptling der Horde verstoßen und verbannt, bahnt sich ihren Weg nach Eiskrone. Bolvar Fordragon, der amtierende Lichkönig, unterliegt Sylvanas in einem Zweikampf. Ihre Beute ist die Krone des Lichkönigs, die sie jedoch nicht etwa selbst an sich nimmt, um die neue Königin der Untoten zu werden. In ihrem Wahn, die Welt zu „retten“, zerstört sie das Artefakt und reißt damit ein Loch in das Gefüge, das die Welt der Lebenden und das Jenseits trennt. Damit ist die Aufgabe für die Helden von Azeroth klar: Auf in die Welt der Toten und das Loch flicken, das diese Psycho-Tante da gerade in den Himmel gerissen hat.

Die Spieler werden hier nicht nur jede Menge Getier jenseits der Vorstellungen von Sterblichen treffen, sondern auch eine Menge bekannter Charaktere, die in der Geschichte von Warcraft schon über die Wupper gegangen sind. Einige illustre Namen sind hier Uther Lichtbringer, Draka, die Mutter von Thrall, oder Kael’Thas.

Im Jenseits ist, wie sollte man das auch anders denken, alles bestens organisiert und die Macht verteilt sich über sogenannte Covenants. Jeder dieser Covenants repräsentiert einen Aspekt des Todes und nimmt für sich Seelen auf, die im Leben Taten vollbracht haben, die mit ihren Werten übereinstimmen. Vier dieser Covenants werden uns mitsamt ihrer eigenen Questgebiete vorgestellt. Bastion, die Welt der Kyrian. Engelsgleiche Lichtwesen, die auch die uns bekannten Val’kyr oder Geistheiler hervorbrachten. Wohltätige Seelen und strahlende Helden finden hier ein ewiges Zuhause.  Maldraxxus, das Reich der Necrolords. Diese Fraktion stellt untote Krieger und Nekromanten, sie sind die Verteidiger und Armeen des Jenseits. Aus ihren Reihen zogen unter Anderem der Lichkönig und andere Nekromanten ihre Diener. Hier im Jenseits sind die Necrolords jedoch nicht zwingend böse, sondern verbissene und hartnäckige Krieger, die Seelen aufnehmen, die zu Lebzeiten unerbittliche und starke Kämpfer waren. Das Reich der Necrolords erinnert stark an die Pestländer, mit riesigen Pilzen und Knochenkonstrukten. Der Ardenweald ist die Heimat der Night Fae. Sie sind vor Allem Druiden und allen naturverbundenen Seelen zugewandt und stehen auch für die Wiedergeburt. Der Druidengott Cenarius verweilte hier, bevor er während des Kataclysmus wiedergeboren wurde. Der Ardenweald erinnert stark an den Smaragdgrünen Traum und andere Zufluchten von Druiden, wie die Mondlichtung.  Zuletzt noch Revendreth, der Covenant der Venthyr. Revendreth erinnert an eine transylvanische Vampir-Festung. Burgen mit spitzen Türmen, ewige Dunkelheit, Folterkäfige… hierher verschlägt es Seelen, die im Leben vielleicht nicht immer nach den Regeln spielten und sich mehr als nur einmal im Ton vergriffen haben, um es nett zu sagen. Kael’Thas fristet hier, nach dem einen oder anderen unbedeutenden Rückschlag, seine Ewigkeit.

Diese vier Gebiete sind in einer festen Reihenfolge als Questgebiete vorgesehen. Es gibt keine freie Wahlmöglichkeit mehr, was eine längere und umfassendere Story durch die Gebiete hindurch ermöglicht. In jedem Gebiet erarbeitet man sich das Vertrauen der jeweiligen Fraktion und erhält für die Dauer des Aufenthalts auch besondere Fähigkeiten. Auf maximaler Stufe entscheidet man sich nun für eine dieser Fraktionen, erhält deren Fähigkeiten permanent und darf anschließend durch Ruf Rüstungssets, Reittiere und andere Nettigkeiten erarbeiten.

Ganz wichtig: Eine Mechanik wie Artefaktmacht oder Azerit wird es nicht mehr geben.

Meschanisch wird das neue Addon auch andere Wege gehen. Der sogenannte „Level-Squish“ wird die maximale Stufe für Charaktere wieder auf 60 absenken. Sprich, ab dem Prepatch für Shadowlands sind Charaktere auf der aktuellen maximalen Stufe 120 wieder auf Level 50. Alle anderen Charaktere werden entsprechend angepasst. Startgebiete werden komplett überarbeitet und beinhalten ab Shadowlands ein Tutorial, das die Mechaniken der Klasse erklärt und die notwendigen Skills einführt. Danach soll es möglich sein, die Levelgebiete der einzelnen Erweiterungen einzeln auszuwählen, um seinen Weg zu Level 50 und den Schattenlanden zu bahnen. Also eine wesentlich angenehmere Spielerfahrung und eine sehr einsteigerfreundliche Umgebung.

In den eSports- Wettkämpfen der Blizzcon standen sich in den Arena World Championships Method Black und Wildcard Gaming im Finale gegenüber. Method Black gewannen letztendlich in einer spannenden letzten Runde in den Ruinen von Lordaeron mit 4-3.

Als MVP sollte man, nach Meinung der Redaktion, Snutz aus dem Team Cloud 9 benennen, der mit unmenschlichen Leistungen sein Team aus dem Verlierer-Bracket heraus in das Spiel um Platz drei gegen Wildcard Gaming führte.

In der Mythic Dungeon International standen sich im Finale die Nordamerikanischen und Europäischen Teams von Method gegenüber. Method EU konnten sich mit 3-0 behaupten, nachdem Team NA im dritten von fünf Dungeons, dem Riesenflöz, durch 4 Tode einen Malus von 20 Sekunden aufbaute und diesen Rückstand nicht mehr aufholen konnte. Team Method EU legte damit einen perfekten Lauf von 9 Siegen und keiner Niederlage am letzten Turniertag aufs Parkett.

Wir bringen das Team wieder zusammen!

Wie kann man einen der erfolgreichsten Multiplayer-Shooter der letzten Jahre verbessern, ohne dabei etwas von seinem Charme einzubüßen oder gar die etablierte Spielerschaft zu spalten? „Big Daddy“ Jeff Kaplan präsentierte in gewohnt lässig-sympathischer Art sein Baby Overwatch 2, allerdings nicht ohne eine Breitseite an die massiven Leaks loszulassen, die über die letzten Wochen mehr oder weniger alle Neuigkeiten bezüglich des Nachfolgers von Overwatch im Internet breitgetreten hatten. Und los ging es auch schon mit dem Cinematic für Overwatch 2. Ich werde hier nicht zuviel davon verraten, schaut es Euch am besten selber an!

Overwatch 2 setzt mit seiner Story (ja, Story!) da an, wo das Intro von Overwatch aufhörte. Sozusagen ist Overwatch eine Einführung der Charaktere und durch die Archiv-Missionen eine kleine Auffrischung für die Geschehnisse, die in der Vergangenheit die Welt von Overwatch beeinflussten.  Overwatch 2 wird sich nun tatsächlich mit der aktuellen Geschichte der Welt beschäftigen und bitet dafür spezielle Co-Op-Missionen. Story-Missionen bieten die Möglichkeit, die Geschichte von Overwatch zu erleben und mit Zwischensequenzen und Cinematics die Erzählung um die Helden von Overwatch, die Schurken von Talon, die Invasion der Andrioden von Null Sector und anderer Missetäter fortzuführen. Und dies nicht nur einmalig, sondern konsequent durch Updates fortgeführt. Heldenmissionen hingegen stellen, ähnlich dem Abenteuer-Modus von Diablo 3, eine Möglichkeit für Spieler dar, im Co-Op Missionen zu spielen, um ihre Charaktere aufzuleveln und neue Fähigkeiten freizuschalten. Ja, ganz richtig. Nur für die Co-Op-Missionen erhalten alle Helden Fertigkeiten, die ihre bereits vorhandenen Fähigkeiten verbessern oder sogar komplett umgestalten. Allerdings gelten diese Veränderungen nicht für den PvP-Teil von Overwatch 2!!! Über eine Weltkarte, die sich wohl in Winstons Labor auf Gibraltar befindet, wählen die Spieler die Missionen aus und stürzen sich in die Schlacht.

Als ein neuer Spielmodus für PvP wird Push eingeführt. In diesem Modus gilt es, einen Roboter dazu zu bewegen, ein Hindernis von der Startposition in die eigene Zielzone zu schieben. Jedes Team hat ein eigenes „Push“-Hindernis, allerdings gibt es nur einen Roboter. Ähnlich dem Payload bewegt sich dieser nur, wenn Mitglieder eines einzigen Teams an ihm stehen. Er läuft dann los und fängt fleißig an, zu schieben. Sollte das gegnerische Team ihn davon überzeugen können, doch auf der anderen Seite zu schubsen, flitzt er zum anderen Hindernis und drückt dort fleißig weiter. Die erste Map für diesen Modus befindet sich in Toronto und ist damit die erste kanadische Map.

Eine neue Heldin für Overwatch 2 wurde ebenso angekündigt. Sojourn ist eine Overwatch-Agentin und stammt aus Toronto. Mehr ist leider über die Dame mit den weißen Dreadlocks nicht bekannt. Allerdings scheint sie sehr viele Body-Mods zu haben und kann zum Beispiel eine kleine Kanone aus ihrem Arm herausklappen.

Die Engine von Overwatch 2 wurde deutlich überarbeitet und bietet wesentlich größeren Detailreichtum bei den Charakteren und der Umgebung. Auch das Design der Charaktere wurde leicht überarbeitet, auch mit den Ereignissen aus dem Comics und Kurzgeschichten im Hinterkopf. Reinhard hat nun einen buschigen, langen Bart und einen Zopf, weg vom militärischen Kurzhaarschnitt. Bastion residiert nun in Torbjörn’s Werkstatt und erhielt von ihm nicht nur diverse Upgrades, sondern trägt nun auch stolz eine von Torbjörn’s alten Baseball-Caps. Natürlich ist Bastions bester Freund Ganimede auch mit von der Partie.

Was passiert nun aber mit allen Spielern, die entweder bei Overwatch 1 bleiben wollen oder nicht wirklich wechseln können? Was passiert mit all den Skins, Sprays, Animationen aus Teil 1?

Jeff Kaplan beschäftigte diese Frage wohl auch und er kam zu einer simplen Lösung: Niemand soll sich in dieser Community ausgeschlossen fühlen, Niemand wird zurückgelassen.

Overwatch 1 und 2 sind voll miteinander kompatibel. Sämtliche PvP-Inhalte und Helden werden für beide Spiele erscheinen und beide Spiele können im Crossplay miteinander spielen. Alle kosmetischen Items aus Overwatch 1 werden im Account für Overwatch 2 übernommen. Einzig die Co-Op-Missionen sind exklusiv für Overwatch 2. Sprich, wer diese möchte, wer gerne das Grafikupdate hat oder gar neu bei Overwatch ist, kauft sich Teil 2. Wer einfach weiter PvP spielen möchte, kann bei Teil 1 bleiben und verpasst nichts. Ein großartiger Zug, der hoffentlich Nachahmer in der Industrie findet!

Bei den Overwatch World Championships konnten die USA China bezwingen. Das Finale war ein glatter Durchmarsch von Team USA, China konnte sich trotz vorangegangener großartiger Leistung nicht durchsetzen.

Als MVP des Turnier wurde von den Fans Sinatraa von Team USA gewählt, der vor Allem immer wieder seine besonderen Fähigkeiten mit Doomfist unter Beweis stellte.

Kein Kartentrick

Für Hearthstone-Fans gab es neue virtuelle Pappe, auf die es sich zu warten lohnt. Mit einem gewohnt fetzigen Muskvideo kündigte Lead Artist Ben Thompson die dritte Erweiterung im Jahr des Drachen an. Descent of Dragons beinhaltet eine neue Mechanik und einen neuen Helden, den alle bösen Helden nutzen können. Galakrond, der ulralte Drache, dessen Knochen in der Drachenöde in Nordend begraben liegen, erwacht zu neuem Leben. Und um ihn zu stärken und seine Fähigkeiten zu nutzen, gibt es die neue Invoke-Mechanik. Galakrond besitzt je nach Klasse, die ihn nutzt, eine andere Heldenfähigkeit. Diese wird stärker, sobald der Spieler von Galakrond Karten mit der Fähigkeit Invoke spielt.

Außerdem präsentierte Thompson einen neuen Spielmodus für Hearthstone: Battlegrounds. Ähnlich AutoChess spielen hier 8 Spieler gegeneinander. Dabei können Spieler lediglich Karten auf ihrer Hand ausspielen, Angriffe und Effekte werden allerdings automatisch ausgeführt und richten sich nach speziellen Prioritäten. Ab dem 12. Dezember wird dieser Modus in der Open Beta für alle spielbar sein.

In eSports schrieb diese Blizzcon Geschichte. VKLiooon gewann als erste Frau und als erste Vertreterin der Region China die Hearthstone Global Finals. Nach dem Sieg über ihren Finalgegner bloodyface zeigte sie sich überwältigt von der Siegesfeier und bedankte sich unter Tränen bei ihren Freunden, Fans und Trainingspartnern. Eine sehr sympathische und brillante Spielerin!

Der Andere Krieg der Sterne

StarCraft 2 erhielt nur ein kleines neues Feature. In den Co-Op-Kampagnen werden Spieler als Commander auch den Befehlshaber der Terranischen Flotte, Arcturus Mengsk wählen können.

In eSports fand die letzte Runde der Global Championship Series auf der Blizzcon statt. Im Finale konnte sich Dark gegen Reynor in einer spannenden Zerg vs Zerg-Schlacht durchsetzen.

Der Nexus ruft

Heroes of the Storm konnte zu guter Letzt ebenfalls mit einer Neuigkeit aufwarten. Als neuer Held wurde Deathwing vorgestellt. Der Drache verfügt über eine fliegende und eine laufende Form, die jeweils eigene Fähigkeiten besitzen und ihn sehr flexibel machen.

Zudem wird es sogenannte Nexus Anomalies geben. Dies sind signifikante Änderungen im Spieldesign, die allerdings nicht permanent sind und durch Community-Feedback geändert oder wieder aus dem Spiel genommen werden. Zuletzt noch die Aknündigung, das bis zum 11.11. alle Helden kostenfrei spielbar sind und damit wohl wieder eine weitere Aktion neue und zurückkehrende Spieler rekrutieren soll.

Die diesjährige BlizzCon war ein voller Erfolg und hielt wesentlich mehr Sensationen als erwartet. Allein die Ankündigung von Diablo IV besänftigte wohl die stark angeschlagene Fanbase der Diablo-Reihe.

Viele interessante Panels rundeten die Erfahrung ab. Level- und Prop-Designern von WoW bei der Arbeit zuzusehen, Animationsworkshops, Storytelling und Worldbuilding. Blizzard gewährte viele Einblicke in ihren Schaffensprozess und gab damit auch wertvolle Informationen für werdende Designer und Programmierer.

Abgerundet wird dies von den großartigen Cosplay-Wettbewerben, Livemusik und den Panels der Synchronsprecher, die die Welten von Warcraft und Overwatch erst lebendig machen.

Ich freue mich aufs nächste Jahr! Und werde derweil mal allen meinen WoW-Charakteren den Yeti-Anzug verpassen.

Danke, Blizzard!

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