3. Juli 2019

Happy Deathday 2U – Filmkritik

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Zwei Jahre nach Erscheinen der Low-Budget-Horrorkomödie bekommt Happy Deathday eine Fortsetzung. Happy Deathday 2U lautet der Titel des Films, der wieder unter der Regie von Christopher Landon umgesetzt wurde. Ob der Zeitschleifen-Wahnsinn auch im zweiten Anlauf zündet? Hier erfahrt ihr es.

Die Story

Tree hat es endlich geschafft: Die junge Studentin konnte der grauenvollen Zeitschleife entkommen, in der sie immer wieder an ihrem Geburtstag starb. Ermordet durch einen geheimnisvollen Killer mit Babyface-Maske. Endlich geht das Leben seinen gewohnten Gang – bis jetzt. Denn ein aus dem Ruder gelaufenes Experiment sorgt dafür, dass Tree erneut in der tödlichen Zeitschleife gefangen ist. Doch die Welt scheint auf einmal nicht mehr dieselbe zu sein. Nun versucht Tree die Todesspirale ein weiteres Mal zu durchbrechen – und dabei alle ihre Freunde am Leben zu erhalten.

Weniger Horror, mehr SciFi-Komödie

Happy Deathday 2U setzt im Gegensatz zu seinem Vorgänger noch weniger auf Horror- und Splatter-Elemente, sondern bewegt sich vielmehr im Bereich SciFi-Komödie. Zwar gibt es wieder einen Babyface-Killer, doch dessen Demaskierung spielt nur eine zweitrangige Rolle. In erster Linie geht es um das Entfliehen aus der Zeitschleife und Trees verzweifelten Versuch, ihre Freunde vor dem Tod zu bewahren. Denn wenn die Zeitschleife einmal durchbrochen ist, bleiben alle, die gestorben sind, tot. 

Happy Deathday 2U versucht sich mit einer Art Parallelwelt-Szenario vom ersten Teil abzuheben. Am Anfang gelingt dies auch sehr gut, zumal die ehemaligen Nebencharaktere nun auch eine tragende Rolle zukommt. So klärt beispielsweise der Physik-Nerd Ryan Phu, Carters Mitbewohner, die Ursache der Zeitschleife auf.

Gezwungenes Drama und Trash-Jokes in Dauerschleife

Nach dem durchaus guten Start geht Happy Deathday 2U jedoch bei fortschreitender Handlung immer weiter die Puste aus. Die überspitzten und trashigen Witze sind unterhaltsam, jedoch nicht jedermanns Geschmack. Das hinzu gesponnene Drama wirkt da völlig deplatziert und aufgezwungen. Auch wenn Tree-Darstellerin Jessica Roth wieder alles gibt, will der Funke einfach nicht überspringen. Auch, wenn es ganz unterhaltend ist, Tree bei sehr kreativen Selbstmord-Szenarien zuzuschauen, plätschert die Story nur so vor sich hin und spitzt sich letztendlich zu einem unspektakulären Höhepunkt zusammen.

Blu-Ray Details

  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Laufzeit: 100 Min.
  • Sprache: Deutsch, Englisch
  • Ton: DTS 5.1 Surround
  • Bild: 2.39:1, 16:9
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Dänisch, Niederländisch, Finnisch, Isländisch, Norwegisch, Schwedisch, Arabisch, Hindi

Bonusmaterial

  • Gag Reel
  • Unveröffentlichte Szene
  • Der nie endende Geburtstag
  • Netz der Liebe: Trees Albtraum
  • Multiversum-Grundkurs

Fazit

Happy Deathday 2U schlägt in Hinblick auf das Genre eine etwas andere Richtung ein als sein Vorgänger. Überraschend oder anders ist die Story letztendlich jedoch nicht. Spannung kam bei mir überhaupt nicht auf, wer der Babyface-Killer ist hat mich dieses Mal nicht einmal interessiert – die FIgur wurde viel zu sehr in den Hintergrund gedrängt. Da frage ich mich, warum man sie nicht einfach komplett weggelassen hat. Das zu konstruierte Drama lässt die sowieso eher trashige SciFi-Komödie dann vollends abdriften. Happy Deathday 2U ist ein netter Film für verregnete Sonntage und Fans von trashigen Humor – für mehr reicht es meiner Meinung nach leider nicht.

Wertung

4.5

Wertung

4.5/10

Bildrechte: © Universal Pictures

  Kritik
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