13. Dezember 2018

The Running Man (4-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook) – Filmkritik

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Wer Arni als seinen Lieblingsschauspieler, die 80er als die beste Actionfilm-Ära und pompöse Fönfrisuren als wunderbare Nostalgie definiert, sollte das limitierte Mediabook zu The Running Man aus dem Hause Capelight 4 Jahre nach dem Fall der Indizierung des Films keinesfalls verpassen. Ich habe mir sowohl den Film, als auch das Mediabook genauer angesehen – meine Eindrücke hierzu könnt ihr in der folgenden Kritik lesen.

Story

Geschrieben wird das Jahr 2017 in den USA. Die Wirtschaft ist zusammengebrochen und die vereinigten Staaten zu einem fiesen Polizeistaat verkommen, während Medien und Kunst jeglicher Art und Weise zensiert werden. Zudem erhält die TV-Gameshow „The Running Man“ sehr viel Zuspruch und Popularität, in welcher verurteilte Verbrecher in einer Arena gejagt werden, bis sie schließlich sterben. Die Person, die es schafft aus der Arena zu fliehen, soll mit Freiheit und Luxus belohnt werden. Der zu Unrecht verurteilte Polizist Ben (Arnold Schwarzenegger) befindet sich ebenfalls unter den Kandidaten für die sadistische und furchtbare Show, die bisher allerdings niemand lebend verlassen konnte.

Es ist erschreckend und zugleich erstaunlich, dass The Running Man in einigen Punkten, wenn auch oftmals überzogen, mit seinem Drehbuch und den behandelten Themen dem wirklichen Jahr 2017 durchaus ähnelt. Zwar wird dies dem 80er-Charme des Films entsprechend auf eine ganz eigene Art und Weise übermittelt, die Botschaft ist jedoch unverkennbar. Funfact: The Running Man basiert ursprünglich auf einem 1982 veröffentlichten Buch von Stephen King, welches ich euch an dieser Stelle ausdrücklich empfehlen kann – abseits der Horrorklassiker befinden sich unter Kings Büchern einige Schätze, die nicht außer Acht gelassen werden sollten. Was am Ende besser ist, Buch oder Film, liegt jedoch am Geschmack des Konsumenten.

Kritik

The Running Man liefert dem Zuschauer sympathische handgemachte Effekte, actionreiche und derbe Gewaltszenen, jedoch einen nicht kontinuierlich überzeugenden Arni. Dies resultierte daraus, dass während der Dreharbeiten Andrew Davis als Regisseur ausgetauscht und durch Paul Michael Glaser ersetzt wurde. Dennoch lässt sich durch die nostalgische Brille nicht viel bemängeln. Das Pacing des Films ist okay, die Kostüme so wunderbar albern und übertrieben – früher jedoch bitterernst im Film integriert und der Soundtrack, sowie die Kulissen sehr charmant in Szene gesetzt. Actionfilme der 80er-Jahre, The Running Man inbegriffen, hatten fast immer dieses gewisse Etwas an sich, das mir persönlich an heutigen Filmen des Genres fehlt.

Die Blu-ray-Neuauflage weiß mit der originalen Kino-Synchro, welche bei früheren Veröffentlichungen des Films entfernt wurde, zu überzeugen und fängt zudem die restliche Soundkulisse des Films für sein Alter sehr gut ein. Ebenso die Bildqualität kann mit einer schönen Überarbeitung und Säuberung des Bildes glänzen. Hier wurde wirklich sehr saubere Arbeit geleistet, die es zu würdigen gilt.

The Running Man - Arnold Schwarzenegger

Mediabook Details

Running Man Mediabook

© Capelight Pictures

 

Blu-ray

  • Ton: PCM 2.0 Deutsch und Englisch, DTS-HD Master Audio 5.1 Deutsch, DTS-HD Master Audio 7.1 Englisch
  • Bild: 1,85:1 (1080p)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Laufzeit: 101 Minuten
  • Typ: BD 50
  • Regionalcode: B
  • Originaltitel: The Running Man

DVD

  • Ton: Dolby Digital 5.1 Deutsch und Englisch, Dolby Digital 2.0 Deutsch und Englisch
  • Bild: 1,85:1 (16:9)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Laufzeit: 96 Min
  • Typ: DVD-9
  • Regionalcode: 2
  • Produktion: USA 1987

Bonus

  • Audiokommentar von Regisseur Paul M. Glaser und Produzent Tim Zinnemann
  • Audiokommentar von Executive Producer Rob Cohen
  • “Lockdown on Main Street”: über die Bürgerrechte seit dem 11. September 2001
  • „The Game Theory“: über die Dystopie in „Running Man“ zur Gegenwart des Reality-TVs
  • Kinotrailer
  • 48-seitiges Booklet
  • Soundtrack-CD

Bonus-Blu-Ray

  • „The Art of the Blockbuster“: ein Interview mit Illustrator Renato Casaro
  • “Running on Empty”: ein Interview mit Robert Grasmere über die visuellen Effekte in “Running Man”
  • “Back to Bachman”: ein Interview mit Drehbuchautor Steven E. de Souza
  • “Muscular Memories”: ein Interview mit Autorin Susan Jeffords über den Actionfilm-Boom der Achtzigerjahre
  • „The Sound oft he Running Man“: im Gespräch mit Komponist Harold Faltermeyer

Fazit

The Running Man bietet all das, was ein guter 80er-Actionstreifen mitbringen sollte. Mit Arni in der Hauptrolle, einem coolen Soundtrack, bekloppten Kostümen und einer Story, die unsere Zukunft vor rund 30 Jahren kaum besser voraussagen konnte, kann bei einem Filmabend nun absolut nichts mehr schiefgehen. Die Neuauflage durch Capelight bietet zudem ein toll restauriertes Bild und Sound, die originale Kinosynchro und massenhaft Bonusmaterial, das ihr euch keinesfalls entgehen lassen solltet. Das Mediabook an sich spielt mit seinem fast 50-seitigen Booklet und tollem Design inklusive silberner Schrift in einer der oberen Mediabook-Ligen mit und hat einen Platz an vorderster Stelle des Filmregals definitiv verdient.

Zuzüglich zum Mediabook ist The Running Man auch als Steelbook und VHS-Edition erhältlich.

Wertung

8.8

Film

8.0/10

Mediabook

9.5/10
  Kritik
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