9. August 2016

Pokémon Origins – Back to the roots!

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Wie gern haben in den 90ern fast alle Kinder und Jugendlichen Pokémon-Karten gesammelt, getauscht und die Gameboy Spiele Pokémon Blau und Rot gespielt. Überall waren die kleinen Wesen zu finden. Und da das nicht reichte, kam natürlich auch ein sehr beliebter Anime raus. Und spätestens da gab es dann alles an Merchandise, Süßigkeiten und anderen Fanartikeln mit Ash Ketchum, seinen Freunden und den Pokémon zu kaufen. Leider haben mich allerdings die späteren Generationen der Pokémon etwas verlassen. Die Spiele habe ich zum größten Teil noch gespielt, aber beispielsweise der Anime zu X und Y war für mich gar nicht mehr interessant. Und nun habe ich nach dem es bereits drei Jahre auf dem Markt ist, Pokémon Origins entdeckt. Ein leider sehr kurzer Anime, der vier Folgen lang die Geschichte der alten Spiele behandelt. Für einen Retro-Pokémon-Fan ein must-see ist, oder?

Der Hauptcharakter Rot zieht los zu Professor Eich und trifft dort auf den Charakter Blau. Der Enkel von Professor Eich und ein Rivale, der einem auch schon in den Spielen ständig mitteilen musste, wie toll er doch ist und wie schlecht wir es doch seien. Der Typ war mir damals schon so unsympathisch. Rot sucht sich sein erstes Pokémon aus, Glumanda. Daraufhin wählt Blau natürlich wie auch in den Spielen das gegenteilige Pokémon aus, und zwar Shiggy und Professor Eich überreicht den Beiden den Pokédex. Sie sollen alle 150 Pokémon fangen und einen Eintrag in der Datenbank vom Pokédex für diese bekommen. Diesen zu vervollständigen ist sein großer Lebenswunsch, den er selbst aufgrund seines Alters nicht mehr erfüllen kann. Da war mir nun klar, wie sehr sich der Anime doch an den Spielen orientiert.

Die Dialoge sind identisch, es gibt immer wieder Gameboy-Spiel ähnliche Einblendungen und man weiß eigentlich immer, was ungefähr als nächstes passieren müsste. Und dieses Vorwissen stört ganz und gar nicht, ganz im Gegenteil: Man freut sich eher auf das, was dann kommt. Man schaut somit also zu, wie Rot sich auf den Weg in die große Welt der Pokémon macht und erlebt Folge für Folge einige Dinge von den alten Gameboy Zeiten nochmal, nur dass man dieses Mal nur ein Zuschauer ist.

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Der Fanservice ist extrem großgeschrieben in dem Anime. Die altbekannte Videospielmusik ertönt in einem neuen orchestralen und manchmal auch elektronischen Gewand und man freut sich immer wieder die Charaktere und Orte zu sehen, die man früher in den Spielen lieben gelernt hat. „Willkommen im Pokémon-Center! Wir heilen deine Pokémon und machen sie wieder fit!“, den Satz sollte jeder schon einige Male gehört haben. Und genau so ist er auch im Anime vorhanden.

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Das ist nur eines der vielen Beispiele, die ich geben könnte. Aber ich möchte euch nicht den Spaß verderben, falls ihr diese Folgen noch nicht gesehen habt. Definitiv erwähnenswert ist auch das Ende jeder Folge. Man sieht einen Speicherscreen wie auch auf dem Gameboy früher und der Abspann läuft vor einem Gameboy-Hintergrund ab.

Fazit

Pokémon Blau hat mich über Jahre hinweg begleitet und ich spiele es auch heute noch ab und an. Die Batterie von meinem Modul war leider auch schon einmal leer, so dass ich das Sammeln meiner Pokémon von vorn beginnen konnte… aber egal, das Spiel ist einfach nur toll. Stellt euch hier einfach eine Ansammlung von Herzchen mit Pikachu-Gesichtern vor. So in etwa fühle ich, wenn ich an dieses Spiel denke. Der erste Anime war früher auch unheimlich toll, dank Netflix kann man ihn aktuell auch wieder schauen, aber mich können leider nur noch die ersten Folgen unterhalten und begeistern. Alles was an Anime-Serien danach kam, hat mich komplett kalt gelassen. Pokémon Origins hingegen finde ich total klasse. In den vier Folgen steckt so viel Liebe zum Detail und Nostalgie drin. Aber warum nur vier Folgen? Viele Geschehnisse wurden am Anfang jeder Folge erwähnt und kurz im Rückblick gezeigt, wie zum Beispiel ein paar Arenakämpfe oder das Wechseln der Städte. Ich hätte davon den einen oder anderen Kampf auf jeden Fall noch einmal gern komplett angeschaut. Mich hätte es auch gefreut, wenn es 12 Folgen gewesen wären und man das komplette Spiel noch einmal im Anime gezeigt hätte. Aber nichtsdestotrotz hat es mir unheimlich gut gefallen und leider habe ich echt Lust auf mehr davon… aber nach drei Jahren, ob da noch was kommt? Ich glaube es nicht.

Wer Lust auf diesen kurzen Anime bekommen hat, kann diesen über Amazon Prime anschauen. Leider gibt es nur in Australien eine DVD und Blu-ray Veröffentlichung, somit wäre für eine physische Version ein Import und auch ein DVD- oder Blu-ray-Player nötig, der region free ist.

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4 Comments
  • Harald 5 Jahren ago

    Erstmal „Hallo Lisa“. Danke für die Empfehlung. Ich selbst finde das Amazon Prime Angebot nicht gut, aber da hast du ja eine schöne Serie gefunden. Ich wäre von selbst da nicht darauf gekommen und ich gucke die mir gerne mal mit meinen Kids an. Habe damals selbst Pokemon Blau auf dem Gameboy gespielt und denke, die Serie ist was für mich „alter Sack“! Kurze Anmerkung noch. Ich konnte den Artikel nicht kommentieren, da dort kein Fenster war, aber ich habe mich in dem Freizeitparkspiel gefunden. 🙂 🙂

    • Lisa 5 Jahren ago

      Hi Harald. Es wird euch auf jeden Fall gefallen. Und so lernen deine Kids die einzig wahren Starterpokemon ohne großen Schnickschnack kennen.
      Bei Amazon Prime muss man leider immer gezielt suchen, um etwas Gutes zu finden. Bei Netflix fällt mir das wesentlich leichter.
      Ja, ich dachte ich baue mal treue Leser mit ein und somit hast du bei RollerCoaster Tycoon einen Besucher mit deinem Namen 😀

  • Gurki 5 Jahren ago

    He he so putzig wie du das schreibst 🙂 Ich werds mir mal angucken 🙂

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