Brahms sieht zwar nicht so gruselig aus wie seine Vorgänger auf den Bildern, aber durch die mysteriösen Dinge, die durch seine Anwesenheit geschehen, wenn Greta die ihr aufgestellten Regeln nicht einhält, bekommt man den Film über eine düstere Stimmung und auch mehrere Jumpscares geboten. Und da Greta die Puppe und die ihr mitgeteilten Regeln kaum einhält, da sie die Situation nicht ernstnehmen kann, passiert dies einige Male im Film. Leider merkt man bei The Boy an mehreren Stellen, dass sie den Film mit einem Jumpscare in einer längeren, ruhigen Passage zwanghaft wieder spannender machen wollten. Da hätte ich mir etwas mehr vom intelligenten Geisterhorror gewünscht, denn den hatten sie bis auf ein paar Ausnahmen echt gut drauf. Man darf sich nicht vom typischen Herrenhaus mit der einsamen, hilflosen Frau blenden lassen, denn The Boy schafft es trotzdem etwas Eigenes und vor allem ziemlich Gruseliges zu sein, obwohl der Film eine FSK 12 Freigabe erhalten hat. Das war übrigens auch der Grund, weshalb ich mich im Kino gegen The Boy entschieden hatte… im Nachhinein ärgert mich das sogar ein wenig. Auch Lauren Cohan verkörpert die Rolle der Greta sehr authentisch und wirklich gut. Es freut mich sehr, dass sie auch abseits von The Walking Dead nun diese Rolle gespielt hat und kein reiner Serienstar bleiben möchte. Rupert Evans als Malcom könnte auch durch einen anderen Schauspieler ersetzt werden, ohne dass man es großartig merken würde. Dies ist aber zu verschmerzen, denn trotz seiner relativ langen Zeit vor der Kamera geht es ja schließlich um Greta und vor allem um die merkwürdige Puppe Brahms. Und Brahms hat es wirklich in sich… . Die Auflösung und das Ende des Films kam bei einigen Leuten und Kritikern anscheinend nicht gut an, ich wiederum fand es sogar ziemlich cool und ein wirklich gelungenes Ende für den Film.