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Der blaue Bomber kehrt zurück! Viele durften bereits in der Demo schon eine gute Zeit verbringen und vor allem ist einem die zeitgemäße Grafik sofort ins Auge gesprungen. Mega Man wird 30 Jahre alt und Capcom möchte dies mit einem neuen Teil feiern. Das Mega Man 11 nicht nur Augenwischerei oder aufgewärmte Suppe für Retrofreunde ist, erläutere ich Euch in meinem Test. Armkanone aufgeladen und los geht’s! Pew! Pew!

Story

Dr. Light und Dr. Wily, zwei begnadete Roboterwissenschaftler, waren schon seit ihrer Jugend miteinander befreundet. Beide wollen Roboter eigenständiges Denken beibringen. Dr. Light verfolgt das Ziel, den Menschen zu helfen und ihnen zum Beispiel schwere körperliche Arbeit  durch die Roboter abzunehmen. Dr. Wily sah aber weit mehr als gleichgestellte Partner in Roboter, er möchte, dass diese noch höher gestellt werden als den Menschen und erschuf das Double-Gear-System. Das Double-Gear-System holt mehr Leistung und Kraft aus den einzelnen Robotern, kommt dieses in falsche Hände, könnte dies viel Schaden anrichten, somit wurde Dr. Wilys Forschung von einem Gremium  nicht anerkannt und sollte auch nicht weiter erforscht und weiterentwickelt werden. Dr. Wily war so außer sich vor Wut, weil er nicht die Anerkennung bekommen hat, die er sich erhoffte und zerschmettert das Double-Gear-System, welches Zeit verlangsamen kann oder Roboter stärker macht, vor den Füßen von Dr. Light und zog zornig davon mit der Androhung seine eigene Wege, auch ohne Hilfe, zu gehen.

Mittlerweile schreiben wir das Jahr 20XX und Dr. Wily erinnert sich in einem Traum an seine alte Forschung und auch daran, dass er seine Rache nicht ausgeübt hat. Kurzerhand rekonstruiert er sein altes Double-Gear-System und kracht mit seinem Raumschiff in Dr. Lights Labor, entfürt dort acht Roboter, die zur jährlichen Wartung gekommen sind und droht, dass er das Double-Gear-System an diesen anwenden wird. Nur einer kann jetzt noch die Welt vor den Machenschaften von Dr. Wily retten: Mega Man! Mega Man kann es aber nur gegen die Roboter aufnehmen, wenn er sich selbst auch das Double Gear System einbauen ließe um überhaupt eine Chance zu haben. Mega Man wäre nicht der Held, der er ist, wenn er nicht diese Gefahr auf sich nehme. Schwupps ist von Dr. Light das alte Double-Gear-System aus der Jugend von Dr. Wily eingebaut und Mega Mans Abenteuer beginnt.

Gameplay

Das Gameplay von Mega Man 11 ist identisch mit früheren Spielen der Serie. Mega Man kann rennen, springen und seine Armkanone, den Mega Buster, einsetzen, um Feinde zu vernichten. Zudem kann er auch seit Teil 3 rutschen. Wer Mega Man kennt, weiß, dass er seinen Mega Buster für einen großen Schuss aufladen kann. Rush der Roboterhund kann auch zu uns gerufen werden, damit wir ihn als Trampolin missbrauchen und später auch mit ihm kurzzeitig fliegen können. Noch etwas bleibt beim Alten: Nachdem Mega Man am Ende jeder Stage den Roboterboss besiegt hat, erhält er eine besondere neue Fähigkeit, nämlich diese vom besiegten Boss. Kurz gesagt werden sich langjährige Mega-Man-Fans wie zu Hause fühlen.

Die größte Neuerung im Spiel ist das Double-Gear-System. Nun hat Mega Man zwei Superfähigkeiten, die am Anfang freigeschaltet werden, verbunden mit einer begrenzten Anzeige. Das Power Gear wird mit der linken Schultertaste ausgelöst und beschleunigt seine Schüsse, je mehr wir Mega Mans Buster aufladen, umso mächtiger wird er. Mit der rechten Schultertaste aktivieren wir das Speed Gear, welcher die Zeit verlangsamt, oder genauer gesagt, lässt Mega Man sich schneller bewegen, so dass jeder langsamer erscheint. Wenn uns die Lebensenergie ausgeht, können wir beide Schultertasten gleichzeitig drücken und somit beide Gear- Systeme gleichzeitig auslösen. Geschwindigkeit und Kraft bekommen einen Boost und könnten uns noch in letzter Sekunde aus der Gefahr retten.

Man könnte das Double-Gear-System somit auch als eingebaute Schwierigkeitssteuerung bezeichnen. Wenn wir die Neuerung zusätzliche Kräfte zu verwenden nicht mögen und Mega Man 11 lieber wie einen Oldschool-Retro-Plattformer spielen möchten, können wir das Double-Gear-System einfach ignorieren- das Spiel ist ohne dieses zwar schwerer, aber machbar.

Es gibt vier einstellbare Schwierigkeitsstufen und ich bin mir sicher, dass selbst der einfachste Schwierigkeitsgrad den Hardcore-Fans genauso wie mir in den Arsch treten wird. Jede Stage hat mindestens eine Hürde zu überwinden, sei es ein Hindernisparcours oder einen wirklich fiesen Sprung neben einem Abgrund zu schaffen. Diese Herausforderungen sind allesamt, genau wie damals, Puzzles, die gelöst werden müssen.

Vom Umfang her sollte man jedoch nicht allzu viel erwarten. Es gibt in der Hauptkampagne acht normale Stages mit den Roboterbossen, deren Fähigkeiten wir erlernen können und vier Wily-Stages. Ganz klassisch und ohne Überraschungen: Wir bekommen 12 Stages.

Grafik und Sound

Einige mögen den Sprung zu 3D sicherlich nicht, aber Capcom schaffte es, diesen richtig gut aussehen zu lassen, ohne den Retrocharme zu verlieren. Die Hintergründe und Kulissen sind so bunt und liebevoll wie damals und voller Details als je zuvor. Alleine schon die Animation, wenn Ihr eine Stage auswählt, fühlt sich als Retrofan gut an und man summt das kleine Jingle der Bossvorstellung mit. Darum überrascht es einen auch nicht, dass die elektronische Musik auch eine Freude für die Ohren ist. Unabhängig von der Anzahl der Dimensionen, ist es immer noch der gleiche klassische Mega Man- Stil, jedoch mit einem Upgrade.

Fazit

Wer das Mega Man Franchise kennt, weiß, dass Mega Man eines sicherlich nicht war: leicht durchzuspielen. Man muss seinen ganz eigenen Rhythmus finden und sich mit dem Spiel und dessen fordernden Schwierigkeitsgrad vertraut machen, den richtigen Weg finden, welche die schlaueste Reihenfolge der Stages ist, welche wir nacheinander absolvieren, bevor wir den bösen Dr. Wily stoppen können. Wir haben viele Trial and Error- Passagen vor uns und auch wenn wir die Schwierigkeitsstufe herunterschrauben, bleibt Mega Man 11 immer noch ein verdammt knackiges Spiel. Das klassische Gameplay funktioniert immer noch so gut wie vor zig Jahren und die frischen Einflüsse, wie die grafischen Verbesserungen und das Double-Gear-System sind schöne Ergänzungen und eine gute Mischung aus Altem und Neuem. Können wir nicht genug von Mega Man 11 bekommen, bietet uns das Spiel einige Zusatzmodi wie Time Trials, Missionen, globale Bestenlisten, eine Galerie für Konzeptzeichnungen, die neuen Modi Balloon Rush, Jump Saver und mehr.

Zusammengefasst bleibt uns das alte Mega Man– Prinzip erhalten, das Double-Gear-System bringt ein frisches Gameplayelement mit sich. Die Stages sind liebevoll gestaltet und auch die Fans des Franchises werden sich wieder zu Hause fühlen. Hinzu kommen noch ein Aufwertungssystem, faire Rücksetzpunkte, vier Schwierigkeitsgerade, die dennoch knackig bis schwer sind und etwas Trial and Error. Mega Man 11 bleibt schwer, aber dennoch motivierend. Möchtet ihr ein Einstiegsfreundlicheres, dennoch gleichwertig forderndes Mega Man, dann schaut Euch die Mega Man X Legacy Collection an, ansonsten macht Ihr mit der Investition von rund 30 Euro sicherlich nichts verkehrt.

Mega Man 11 erfindet das Rad zwar auch nicht neu, aber trotz seines zurückhaltenden Ansatzes fügt es sich gut in die klassische Serie ein und bringt unseren alten Freund den blauen Bomber in eine neue Ära. Fans freuen sich, dass uns das Franchise weiterhin erhalten bleibt.

Meine Wertung

8.2

Fazit

8.2/10

Die Olle aus Youtube. Zimmy steht auf Nostalgie, Pixelblut, Retro, Oldschool, Newschool, Games, Videospielkultur, Filme, Serien, 80er-Kram. Kocht 1-Minuten-Reis in 58 Sekunden. Kann Pulp Fiction mitsprechen. Unterstützt keine Downloads. Geht nie ohne Handheld aus dem Haus. Oft kopiert – nie erreicht. Liebt Videospiele. Keep on zocking!

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