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September 11, 2018

Naruto to Boruto: Shinobi Striker

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Der neueste Anime-Brawler kommt, wie sollte es auch anders sein, aus dem Hause Bandai Namco. Dass Bandai Namco schon des öfteren bewiesen hat, dass sie Spiele mit Animecharakter genial umsetzen können, liegt bei dem neuen Spiel des Naruto Franchises die Messlatte ziemlich hoch. Können die Fans zufrieden gestellt und begeistert werden, oder werden die Erwartungen enttäuscht? Mehr dazu in meinem Test.

Wenn es eine Animeserie gibt, die förmlich niemals endet, beinhaltet sie bestimmt den Namen Naruto– ich selbst kenne zwar das Franchise und ein paar Charaktere, dennoch habe ich einiges aufzuholen. Zum Beispiel die populäre Naruto Shippuden Animeserie, die im Jahr 2017 mit 500 Episoden endete. Boruto ist der Name von Narutos Sohn und, richtig, hierzu gibt es weitergehend auch eine eigene Animereihe.

Naruto to Boruto: Shinobi Striker ist ein Online-Multiplayerspiel, welches im Naruto-Universum stattfindet. Anfangs dürfen wir unseren eigenen Charakter erstellen und mit allerhand Ausrüstungsgegenständen, Kleidung und Waffen ausstatten. Hier sind wirklich keine Wünsche offen, denn der Designer ist recht üppig ausgestattet und nach Belieben auch wieder bearbeitbar. Ist unser Charakter nach unseren Wünschen erstellt finden wir uns in einer Tempelanlage in Konoha Village wieder, die einen großen Innenhof hat. Der Innenhof gleicht einer Multiplayerzentrale. Von dort aus gelangen wir in die unterschiedlichen Abschnitte des Spiels, oder können auch eine kleine Runde mit anderen Mitspielern mittels vorgefertigter Textbausteine chatten oder sich zum Spielen verabreden.

Vom Innenhof gelangen wir zu einem Laden, wo wir unsere hart erkämpften Coins ausgeben, oder Schriftrollen dechiffrieren können, welche ein zufällig ausgewähltes Item je nach Seltenheit auswerfen. Wir dürfen uns neue Accessoires, Kleidung oder Waffen kaufen und dadurch auch unsere Attribute verbessern. Ein Umstand, der sich als überflüssig erwies, war der Fakt, dass wir erst beim Händler Dinge einkaufen oder einlösen, dann aber nochmal zum Gasthaus müssen um diese auszurüsten. Wollen wir die Klasse wechseln, so müssen wir auch zuerst in das Gasthaus gehen und können es nicht über einen simplen Bildschirm oder Auswahlfenster erledigen.

Insgesamt gibt es vier Klassen, die wir nach Belieben ausrüsten und auch optisch gestalten dürfen. Die vier verschiedenen Typen von Ninjutsu sind Nahkampf, Distanz, Verteidigung und Heilung. Wie der Name schon sagt, ist unser Charakter dann mit unterschiedlichen Fähigkeiten ausgestattet, zum Beispiel kann die Heilungsklasse andere Mitstreiter heilen, oder aber die Nahkampfklasse nah an dem Gegner in die Vollen gehen.

Der PvP-Modus ist das Kernstück von Shinobi Striker. Hier kämpfen wir 4 gegen 4 im Team gegen andere Spieler online. Im Flag-Modus muss unser Team die gegnerische Flagge erobern und in den eigenen Bereich bringen. Leider wurde ich an der Stelle enttäuscht, da man regelrecht gegen den Kampf ankämpft und versucht nicht darin unterzugehen. Sind wir besiegt worden dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis wir wieder in den Kampf eintauchen können. Im Barrier-Modus, müssen wir die meisten Punkte sammeln und diese auch halten. Es gibt noch einen Challenger-Modus, indem wir in einem Viererteam einen Boss erledigen. Im Kampfgeschehen verlor ich leider oft den Überblick und ich konnte kaum sehen, was mich trifft bevor ich starb. Hier werden dem Spiel leider des Öfteren die Grenzen aufgezeigt.

Wir können VR-Missionen bestreiten, wo wir einzelne Aufträge alleine oder mit anderen Mitspielern abschließen. Diese sind sehr gut in Szene gesetzt und nach Abschluss erhalten wir nicht nur Erfahrungspunkte, sondern auch Schriftrollen oder kosmetische Gegenstände. Je nach Rang bin ich anfangs alleine in die Missionen gegangen, aber da Shinobi Striker ja auf Multiplayer ausgerichtet ist, war es später unverzichtbar nicht ohne ein paar Onlinemitspieler die Aufträge zu bestreiten. In jeder Mission spielen wir  einige der kultigsten Momente von Naruto Shippuden nach- das gefällt und wird sicherlich auch die Naruto-Fans bedienen.

Das direkte Kampfgeschehen ist ein großer Schwachpunkt von Naruto to Boruto: Shinobi Striker. Wir besitzen schnelle und schwere Angriffe und je nach ausgewählter Klasse einen Special-Move. Egal wie abwechslungsreich man kämpfen möchte, es fühlt sich nicht wirklich an, als hätten die Treffer ein bestimmtes Gewicht. Wir können über das Absolvieren der VR-Missionen und Hochleveln des eigenen Charakters auch  neue Meister dazu gewinnen. Jeder Meister kann uns einen anderen Angriff beibringen, leider weiß man im Vorfeld nicht, was dieser ist und somit bleibt einem nichts anderes übrig als richtig viel Zeit zu investieren und Kämpfe zu bestreiten, was das Zeug hält. Apropos zeitintensiv. Shinobi Striker hat unheimlich viel Freischaltbares. Nebenbei erwähnt, sind die Trophäen und Achievements die man freispielen kann, schon ein kleiner Hinweis, dass das Spiel sehr zeitintensiv ist. Es gibt zum Beispiel eine Errungenschaft dafür, dass man 1000 Kämpfe bestritten hat, ehrlich jetzt.

Die Spielmotivation von Naruto to Boruto: Shinobi Striker ist sicherlich, neben den eigenen Kampferfolgen und dem Hochleveln, dass man sich besonders schick präsentiert. Es gibt eine absurde Anzahl an Gimmicks die man dem eigenen Charakter anlegen kann, nur das Verdienen dieser gestaltet sich schwierig. Das Loot, welches man nach den VR-Missionen bekommt ist willkürlich ausgewählt und manche Sachen bekommt man doppelt, oder einfach nur in einer anderen Farbe. Bis man sich selbst etwas durch erspielte Coins im Laden kaufen kann, geht viel Zeit ins Land.

Fazit

Es scheint mir, als sei das Naruto Franchise nicht unbedingt das anspruchsvollste, wenn es um anspruchsvolle Kämpfe geht. Klar kann man einen Brawler nicht mit einem ausgefeilten Tekken vergleichen, wo jeder Kämpfer einzigartige Moves und Fähigkeiten besitzt, aber dennoch hätte ich mir ein bisschen mehr Charakteristik oder verschiedene Kampfstile gewünscht, die sich auch passend anfühlen, statt nur zwischen schnellen und schweren Angriffen zu wählen.

Wir besitzen spezielle Fähigkeiten des Angriffs, diese laden sich aber erst mit der Zeit auf und oftmals kommt es mir so vor, als steht und fällt ein Kampf mit der geschickt getimten Ausführung des Special-Moves. Blocken ist förmlich nutzlos und auch die Kamera ist verbesserungsbedürftig. Das heißt nicht, dass sie schlecht ist, dennoch stört die Perspektive oft das schnelle Kampfgeschehen und nimmt Naruto to Boruto: Shinobi Striker die Dynamik und den Kampffluss, weil man die Kamera oft nachjustieren muss, gerade wenn man Wandläufe absolviert. Ich verstehe nicht, warum es sich fantastisch anfühlt sich in der Spielwelt wie ein Ninja zu bewegen, aber auf der Kampfebene nicht überspringt.

Die VR-Missionen haben mir den meisten Spaß bereitet, obwohl diese nicht den Kern des Spiels ausmachen. Über die Grafik kann man nicht meckern. Diese ist stimmig auf das Naruto-Animeuniversum abgestimmt. Leider rettet die schöne Präsentation mit tollen Umgebungen und auch die kreativen Charaktere nicht über die Schwachpunkte von Shinobi Striker hinweg. Shinobi Striker ist somit nur etwas für die Fans der Serie.

Wertung

6.2

Zimmys Fazit

6.2/10

Die Olle aus Youtube. Zimmy steht auf Nostalgie, Pixelblut, Retro, Oldschool, Newschool, Games, Videospielkultur, Filme, Serien, 80er-Kram. Kocht 1-Minuten-Reis in 58 Sekunden. Kann Pulp Fiction mitsprechen. Unterstützt keine Downloads. Geht nie ohne Handheld aus dem Haus. Oft kopiert – nie erreicht. Liebt Videospiele. Keep on zocking!

  Review
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1 Comment
  • Daniel 1 Woche ago

    Naruto ist geil. Aber ob das Spiel taugt… ich bin mir echt unschlüssig.

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