27. Juli 2013

Disney Micky Epic – Die Macht der 2

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Seit dem 19. Juni ist Micky Maus nun endlich mobil: Nachdem der Titel schon einige Monate zuvor für die großen Konsolen erhältlich war, kommen jetzt auch PS Vita Besitzer in den Genuss den Pinsel..äääh, den Stift zu schwingen!

Wer das Spiel schon auf PS3, Xbox oder Wii U gespielt hat, dem bietet die Handheld-Version natürlich nicht viel Neues: Wir schlüpfen erneut in die Rolle von Micky und reisen mit unserem Zauberpinsel bewaffnet in die von zahlreichen Erdbeben erschütterten Wastelands. Mit Hilfe unseres magischen Malzubehör bekämpfen wir dort nicht nur allerhand Feinde, sondern können auch unsere Umgebung manipulieren – neben dem Verändern vorhandener Gegenstände lassen sich so zum Beispiel auch neue Plattformen herbeizaubern, die euch so neue Wege öffnen.

Ohren Auf

Disney Micky Epic – Die Macht der 2 widmet sich auch Disneys musikalischem Erbe und ist das erste Videospiel, das man auch als „Musical“ bezeichnen kann. Mehrere Stationen ihres Abenteuers bestreiten die Charaktere singend und untermalt von bekannten Songs. Das hat mich überrascht und ist richtig positiv aufgefallen. Abgesehen von diesem „musikalischen“ Erzählansatz beeinflussen persönliche Entscheidungen der Spieler, welche Lieder und Begleitmusik sie hören, wodurch jeder Spieler Schöpfer seines individuellen, unverwechselbaren Soundtracks wird. Mit der Umsetzung dieser musikalischen Gameplay-Elemente hat Disney Interactive Emmy-Preisträger und Komponist James Dooley und den bekannten Texter Mike Himelstein betraut. Die dazugehörigen Filmsequenzen sind cineasitsch umgesetzt und schön anzusehen.

Auch müssen wir unsere Abenteuer nicht alleine bestreiten, denn Hase Oswald steht uns jederzeit unterstützend zur Seite. Seine Fähigkeit kleine Stromstösse zu verschießen kann hin und wieder sehr nützlich sein..

Spielt man das Spiel im Mehrspielermodus, so übernimmt der zweite Spieler dann Oswald, das niedliche Häschen. Als Solospieler jedoch lässt sich Oswald auch über das Antippen von Gedankenblasen via Touchscreen zu Handlungen anregen. Auch Farbe und Verdünner können mit dem Touchscreen verteilt werden – die Sonderfunktionen der Vita wurden an dieser Stelle definitiv sinnvoll eingebunden.

Nichts desto trotz weiß „Epic Micky – Die Macht der 2“ auf der PS Vita ebenfalls nicht zu 100% zu überzeugen. Die kleinen Mankos, die uns schon bei der zuvor erschienen Version für die großen Konsolen ein Stirnrunzeln abverlangten, wurden leider eins zu eins auf die Handheld-Version übertragen.

So sind die Rätsel größtenteils recht oberflächlich und auch die Sprungpassagen sind wenig fordernd – zumindest bei weitem nicht so anspruchsvoll wie im ersten „Micky Epic“. Schwieriger werden die Sprungpassagen bei der neu erschienenen Vita-Version höchstens dadurch, dass das Spiel sehr zäh läuft – zeit weilen  erschwert einem so eine ungewollte Zeitlupenoptik das richtige Reagieren. Das ist natürlich ärgerlich, aber insgesamt gibt es auch was die Kritikpunkte angeht bei der Handheld-Version keine Überraschungen.

Fazit

Trotz all dem Gemecker: „Micky Epic – Die Macht der 2“ auf der PS Vita ist kein schlechtes Spiel – niedliche Optik und eine potentiell sehr kreative Grundidee, deren Potential leider nicht völlig ausgeschöpft wurde und sinnvolle Einbindung der Vita-Funktionen ergeben in der Summe ein durchaus ausgewogenes Spiel. Dass man es trotzdem in Sachen Spielerlebnis eher im Mittelfeld einordnet liegt vermutlich auch daran, dass wir durch den ersten Micky Epic Teil überaus verwöhnt sind.

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