18. November 2019

Disney Tsum Tsum Festival

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Cuteness Overload: Die Disney-Charaktere verwandeln sich als Tsum Tsum. Wenn Ihr mit dem Begriff nichts anfangen könnt, ist das nicht schlimm, denn das konnte ich bis vor kurzem auch nicht. Die Tsum Tsum sind in Japan schon längst der Shit und die kleinen wurmartigen Wesen verkaufen sich wie warme Semmeln. Ich hatte bei Bekanntgabe des Releases von Disneys Tsum Tsum Festival nur den Trailer gesehen und war sofort verliebt in den kitschig-knuddeligen Look. Ob denn auch das Spiel was taugt, das meine lieben Disney-Freunde, verrate ich euch jetzt.

Disneys Tsum Tsum Festival ist ein Partyspiel ähnlich wie Mario Party. Wir schlüpfen in die Rolle eines Disney-Charakters und absolvieren Minispiele. Alle Spiele sind alleine oder im Multiplayer zu bestreiten- habt Ihr keine Freunde, die mit Euch vor der Konsole spielen, werden die Mitspieler durch Bots abgelöst, natürlich nur, wenn ihr das wollt. Wir können im TV- oder Tischmodus der Switch spielen und ein Spiel ausschließlich im Handheld-Modus. Die Tsum Tsum-Reihe ist bekannt für den Puzzlemodus, welcher das Hauptaugenmerk des Spiels sein soll. Dieser Modus wird rein im Handheld-Modus vertikal gespielt und wir müssen diverse Tsum Tsum der gleichen Art miteinander als Kette verbinden, damit diese sich auflösen und Punkte generieren. Ihr kennt das sicherlich von diversen Smartphone-Puzzlespielen, nur ohne Microtransaktionsabzocke.

Disneys Tsum Tsum Festival bietet uns eine liebevolle, quietschbunte Welt, welche mit Disney und Pixar Charakteren gespickt ist. Auch Bandai Namcos Pacman findet seinen Platz. Die Spielmusik und der Look ist zuckersüß und macht mir als Erwachsener dennoch Laune. Die Festivalthematik ist schön gestaltet und zieht sich durch das ganze Spiel. Die Spiele haben nicht besonderen Tiefgang und der Schwierigkeitsgrad ist auch nicht besonders Anspruchsvoll, aber dennoch genau richtig für Kinder. Alle Minispiele werden, wenn man das möchte, in einem separaten Fenster erklärt, auch wenn man diese eigentlich gar nicht braucht und die Spiele selbsterklärend sind. Das Hauptmenü wirkt unordentlich und man schiebt sich durch die Slider, bis man das für sich passende Spiel gefunden hat. Es gibt zwar auch ein Schnellauswahlmenü, aber liebevoll geht anders.

Leider kann ich nicht verstehen, dass die Steuerung rein auf die Joy-Cons der Switch ausgelegt ist. Ich selbst spiele so gut wie nie in dieser Variante meine Spiele auf dieser Konsole. Klar ist das bei Partyspielen zu viert sicherlich praktisch, aber warum darf ich die Spiele nicht auch unterwegs im Handheld-Modus spielen? Viele der Spiele, ausgenommen dem Rhythmus-Tanzspiel, hätte man wunderbar so spielen können, ohne an den TV- oder Tischmodus gefesselt zu sein. Ich hatte mich schon auf die perfekte kurzweilige Unterhaltung in meinen täglichen Pendelstrecken im Zug gefreut, aber bleibe diesbezüglich ziemlich enttäuscht zurück.

Die Spielauswahl ist leider nicht sehr umfangreich ausgefallen. Das schwächste Spiel ist meiner Meinung nach das eben schon erwähnte Rythmusspiel. Hier klopfen bzw. schütteln wir die Joy-Cons lediglich im Takt auf erscheinende Symbole, ähnlich wie bei Guitar Hero oder Rockband. Die Joy-Con Steuerung ist an dieser Stelle wirklich ein Graus und reagiert nicht so, wie man das möchte. Ab und an setzt man im Takt aus, oder trifft verspätet. Ich habe zur Sicherheit unsere Redakteurin Lisa dies nachprüfen lassen- hätte ja sein können, dass ich mich zu ungeschickt dafür anstelle.

Viele Minispiele werden wir bereits in ähnlicher Form von anderen Arcade- oder Partyspielen kennen. Da gibt es Air Hockey, Curling, ein Kreiselkampf in einer Arena, eine abgewandelte Form von Pac-Man… nur halt alles im Tsum Tsum Look a la Disney. Versteht mich nicht falsch, die Spiele machen weitestgehend Spaß und manche machen richtig Laune, erst recht wenn man mit mehreren Spielern spielt. Dennoch warten nicht mehr als 10 Minispiele, ein Puzzlespiel und die Festivaltour, die eine Aneinanderreihung der Partyspiele ist, auf Euch.

Was mich auch etwas traurig macht ist die Freischaltung der Charaktere. Wir können aus einer riesigen Palette unsere Spielfigur wählen, aber wir brauchen massiv viele Punkte um per Zufallsprinzip einen Tsum Tsum freischalten zu können. Je nach Spiel gibt es um die 200 Punkte zu verdienen, wir benötigen aber 10.000 Punkte um diese gegen einen Ballon einzutauschen, der uns einen neuen Spielcharakter spendiert. An dieser Stelle könnte die Langzeitmotivation etwas leiden.

Fazit

Disneys Tsum Tsum Festival ist eine Familiensache, da brauchen wir uns nichts vormachen. Das Zielpublikum ist auf Kinder und deren Eltern ausgelegt. Aufgrund des geringen Umfangs kann das Spiel leider nicht mit den Mario Party-Titeln mithalten, dennoch sorgt es eine Zeit lang für kurzweiligen Spaß. Leider hat Disneys Tsum Tsum Festival mit mehreren im Test erwähnten Mankos zu kämpfen, welche die Gesamtwertung nach unten ziehen. Disneys Tsum Tsum Festival bietet als Komplettpaket leider viel zu wenig Inhalt und Motivation um dauerhaft am Ball zu bleiben. Schade um die Idee, den wirklich zuckersüßen und tollen Look, die oberniedlichen Tsum Tsum und einige schöner Minispiele. Kurz gesagt: Für Kinder sicherlich ein schöner und knuffiger Einstieg in das Universum der leicht verständlichen aber variationsreichen Minispiele, ob jedoch die Eltern knapp 50 Euro investieren möchten, sei jedem selbst überlassen.

Disney Tsum Tsum Festival

6.4

Wertung

6.4/10
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