5. Februar 2019

Earth Atlantis

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Nach der vorangegangenen Veröffentlichung von Earth Atlantis für alle gängigen Heimkonsolen sowie iOS-Geräte erscheint das Spiel nun auch für den PC via Steam.

Die Geschichte

Die größten Städte der Menschheit wurden zerstört und liegen nun am Grund des sich ausbreitenden Meeres – Ruinen aus Stahl und Stein. Die neuen für Menschen lebensfeindlichen Bedingungen bieten allerdings einen idealen Nährboden für Maschinen, die mit Meereskreaturen zu schrecklichen Hybriden verschmelzen und Jagd auf die verbliebenen Bewohner der Oberfläche machen. Doch diese lassen sich das nicht einfach so gefallen und machen ihrerseits in U-Booten Jagd auf die Jäger…

Das Gameplay

Earth Atlantis ist ein Shoot ’em Up-Spiel, dessen neue PC-Version durch Spieler-Feedback aus den vorangegangenen Konsolenversionen ausbalanciert und verbessert wurde. In einem von vier U-Booten, die freigeschaltet werden müssen, beginnt der Spieler an der Wasseroberfläche und taucht hinab in das verwinkelte Labyrinth aus Schutt und Schrott, in dem es überall nur so vor feindlichen Lebensformen und Maschinen wimmelt. Zum Glück ist das U-Boot mit einer stabilen Hülle ausgestattet, die sich mithilfe aufgesammelter Pick-Ups auch reparieren lässt, und mit einem durchschlagskräftigen Waffenarsenal, das sich ebenfalls durch gefundene Ausrüstung erweitern und verbessern lässt. Beides ist auch zwingend nötig, denn das Ziel der Unterwasser-Seefahrer ist das Beseitigen besonders großer und gefährlicher Monster, die sich in den Tiefen verbergen – ein Radar in der Bildschirmecke markiert neben lukrativen umhertreibenden Schätzen auch besagte Kreaturen. Nur den Weg dorthin muss man selbst finden, denn tatsächlich sind mehr der Tunnel und Wege Sackgassen als geeignete Durchgänge. Durch Besiegen der meisten Boss-Gegner öffnet sich in der Nähe ein weiterer Durchgang und neue Ungetüme der Tiefsee poppen auf dem Radar auf.

Die Grafik

Das bestechenste Alleinstellungsmerkmal von Earth Atlantis ist zweifelsohne sein auffälliges Design. Passend zur Post-Apokalypse der Geschichte präsentiert sich die Optik im Stil alter Skizzen auf merklich vergilbtem Papier, was einen hervorragenden Kontrast darstellt und stimmig mit den etwas verblassten Hintergrund-Designs harmoniert. Auch Fische und zu erwartende Gegner können dort im Hintergrund ausgemacht werden. Etwas schade ist, dass man sich zu sehr auf diese Design-Idee verlässt und dass es beispielsweise keinen Unterschied macht, wie tief das eigene U-Boot ins Meer hinabtaucht. Wo man mit bedrohlichen Schatten, stimmungsvollen Licht- und Dunkelheitselementen hätte spielen können, bleibt alles gleich – egal, ob man sich einen Meter unter der Wasseroberfläche oder einen Meter über dem Meeresboden befindet.

Die Gegner-Designs hingegen sind sehr abwechslungsreich und gelungen – die interessante Mischung aus Tiefseekreatur und Maschine kommt wunderbar zur Geltung und beeindruckt mit großer Detailliebe, obgleich das schießwütige Gameplay kaum Zeit lässt diese zu bewundern. Eine kurze Zwischensequenz beim Einfahren in das Boss-Gebiet wäre vielleicht schön gewesen, anstatt nur seinen Namen einzublenden und den Kampf augenblicklich zu starten.

Das Fazit

Shoot ’em Up-Spiele sind ein idealer Zeitvertreib für zwischendurch und dahingehend ist auch Earth Atlantis keine Ausnahme. Die simple Steuerung aus Lenken und Feuern ist einsteigerfreundlich und man kann im Grunde genommen nichts vergessen – mit Ausnahme der Karte selbst. Die wechselnden Monster an wechselnden Positionen erinnern ein bisschen an das Konzept von The Binding of Isaac, ebenso das komplette Von-vorne-Starten nach dem Game Over, Earth Atlantis fehlt allerdings die Abwechslung durch die jedes Mal aufs Neue zufällig generierten Level – die Tiefsee bleibt auch bei jedem Neustart identisch. Das hat den Vorteil, dass man sich einige Wege einprägen und sich so vielleicht die wirklich nervigen Touren in Sackgassen und um das gesuchte Ziel herum sparen kann, andererseits ermüdet es natürlich ein wenig immer wieder dasselbe zu sehen. Zum Glück variieren die Gegner und die coolen Bosse scheinen immerhin nach dem Zufallsprinzip ausgesucht und platziert zu werden. Der Schwierigkeitsgrad kann im Menü ausgewählt werden und ist zumindest auf niedrigster Stufe noch human aber dennoch herausfordernd.

Etwas mehr Stimmung durch wechselndes Licht wäre schön gewesen als Unterstützung des sehenswerten Old Sketch-Designs, vielleicht auch etwas mehr Taktik in den Kämpfen, denn im Grunde genommen sammelt man nur Upgrades auf (die im Übrigen nichtssagend lediglich durch einzelne Buchstaben gekennzeichnet sind), die anschließend alle gleichzeitig in sämtliche Richtungen abgefeuert werden, ohne dass der Spieler großartig Einfluss darauf nimmt. Ebenfalls der Stimmung abträglich ist das Sound-Design, das mit wenigen langweiligen Musikstücken und dem Fehlen von passenden Soundeffekten glänzt – dass man Unterwasser spielt, merkt man eigentlich nur am Vorhandensein von U-Boot und Fischen.

Wertung

6.1

Wertung

6.1/10
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