22. Oktober 2019

Ghostbusters: The Video Game Remastered

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If there’s something strange…

Freunde der Ghostbusters dürfen sich auf ein feines Remastered des 2009 erschienenen Ghostbusters: The Videogame freuen. Altbekanntes im neuen Gewand? Wie ist das Gameplay? Lohnt sich die Geisterjagd? Finden wir es heraus.

in your neighborhood…

Die Handlung basiert auf den ersten beiden Kinofilmen und das Spiel übernimmt praktisch eine Fortsetzungsrolle, welche die Geschichte weitererzählt. Wir werden nicht einfach eine bestehende Rolle der vier Geisterjäger Venkman, Stantz, Zeddemore oder Spengler übernehmen, sondern schlüpfen in die Rolle eines Geisterjäger-Neulings, der auf dem Weg ist ein echter Ghostbuster zu werden. Ghostbusters-Fans können sich freuen: Viele bekannte Gesichter und Stimmen sind in Ghostbusters: The Video Game Remastered vertreten. Bill Murray ist und bleibt einfach das Aushängeschild und der Liebling der Ghostbusters. Der Charakter wird auch im Spiel oft in Szene gesetzt, wie zum Beispiel, dass er ganz selbstlos jeder armen Frau helfen möchte. Zwinker, zwinker. Das Spiel spielt im Jahre 1991, die Ghostbusters sind im Namen der Stadt New York eingestellt, denn diese trifft eine dimensionsübergreifende Schockwelle, die eine Menge Geister hervorruft, welche in der ganzen Stadt ihr Unwesen treiben.

Who you gonna call?

Die Schlachten mit den Geistern sind das Herzstück des Spiels. Auch wenn beim Remaster an manchen Ecken etwas nicht stimmt: Die Geisterjagd macht sehr viel Spaß. Wir sind am Abwehren von Feindeswellen, Festsetzen und Schwächen der angriffslustigen Geister, zwingen sie mit Schleuderangriffen zu Boden, bis wir sie in unsere Geisterfalle locken und dingfest machen. Geht auch mal einer unserer Kameraden, oder wir selbst zu Boden, hilft man sich gegenseitig wieder auf. Das macht echt Spaß.

Zwischendurch wechseln wir die Schauplätze und verbringen Zeit damit, dass wir leichte Rätsel lösen, wie zum Beispiel gesperrte Türen öffnen, oder aktivieren irgendwelche Mechanismen mit unseren Gadgets. Ansonsten durchsuchen wir die Umgebung nach Hinweisen oder scannen mit unserem PKE-Meter diese ab, um unser Geister-Lexikon zu vervollständigen.

Ghostbusters!

Huch, was ist denn da passiert? Die Zwischensequenzen sind wunderschön gestaltet und auch die Charaktermodelle hübsch und authentisch aufpoliert worden. Als Fan der Serie geht einem schon das Herzchen auf, wenn man diese ganzen kleinen bunten Leuchtsignale vom Protonenpack arbeiten sieht. Auf der anderen Seite ist man wiederum von der Grafik enttäuscht, da wirklich vieles zehn Jahre alt aussieht und sich auch so anfühlt. Kenner des ersten Releases werden sicherlich bis dato den Mehrspielermodus suchen und nicht finden. Warum man diesen herausgenommen hat, ist mir völlig schleierhaft. Der Entwickler verspricht jedoch, diesen Modus komplett neu zu entwickeln und per Patch nachzuliefern. Pfew! Ghostbusters: The Videogame Remastered kommt in der englischen Originalsprachausgabe mit deutschen Untertiteln. Ich persönlich finde das ja sehr sympathisch, dennoch möchte ich dies in meinem Test anmerken.

Fazit

Der Humor funktioniert im Remastered genauso gut wie im zehn Jahre zuvor erschienenen Videogame. Die Zwischensequenzen und auch die Charaktermodelle sehen astrein aus, auch wenn zugeben muss, dass es beim Rest des Spiels an Details und Sorgfalt doch sehr fehlt. Mein Spielcharakter hat hier und da Probleme beim Vorankommen, soll heißen, dass leider Bugs vertreten sind. Dass der eigene Charakter in Geröll, Wänden oder sonstigen Stolperfallen ab und an hängen bleibt, sollte im Jahre 2019 nicht so sein. Die Geschichte wird locker und leicht verständlich erzählt und den einen oder anderen Schmunzler hatte sie auch parat.

Die Geisterjäger interagieren in der Story wunderbar miteinander und binden unseren Neuling auch wunderbar mit ein, aber was ich wirklich nicht verstehe ist, dass unser Charakter stumm bleibt und keine einzelne Silbe mit seinem Team wechselt. Naja.

Die Musik und auch die englischen Originalstimmen, sowie die Schauplätze wie zum Beispiel unsere Feuerwache (Hauptquartier) oder aber das Sedgewick Hotel, das Museum und weitere Sehenswürdigkeiten in New York vermitteln zwar ein geniales Ghostbuster-Gefühl, dennoch fühlt sich das Spiel nicht wie ein echtes Remaster an. Ist man kein Fan der Ghostbusters, so wird man sicherlich nicht so tolerant mit dem Remaster sein.

Bei all meiner Kritik- Ghostbusters: The Videogame Remastered ist an sich kein schlechtes Spiel, es fehlt einfach an Feinschliff, denn die Ursprungsformel ist nicht schlecht. Dennoch wird das Remastered leider für mich nicht mehr als nur ein „nettes Spiel“ bleiben. Wir bekommen zwar einen ausgezeichneten Fanservice, dennoch ist es fraglich, ob auch die Gelegenheitsspieler bei dem Remaster zugreifen und am Ball bleiben werden. Das Grundgerüst steht, jedoch aber auf wackeligen zehn Jahre alten Balken.

Wertung

7

Wertung

7.0/10
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Stela

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