28. Oktober 2015

Halo 5: Guardians

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Am 27. Oktober ist es endlich so weit: Die Herzen der Halo-Fans werden höchstwahrscheinlich einen Takt schneller schlagen, denn der neuste Teil Halo 5: Guardians erscheint für die Xbox One im Handel. Ob der Mix aus altbekannten, sowie den neuen Halo-Elementen alte und auch neue Halo-Fans begeistern wird, oder ob unser Master Chief in den stürmischen Zeiten eine Bruchlandung erlebt, das erfahrt Ihr hier im nachfolgenden Test.

 

Gestatten, Agent Locke. Ich jage den Master Chief.

Unser Held im grünen Anzug, der Master Chief, ist desertiert und reist mit Team Blau bestehend aus drei Helfern Linda, Kelly und Frederic durchs Universum um eine Verschwörung aufzudecken. Das Feuerteam Osiris bestehend aus Jameson Locke, Edward Buck, Holly Tanaka und Olympia Vale ist Ihnen hinterher. Das Besondere daran: Wir dürfen auch in die Rolle des Jägers Locke schlüpfen!
Die Männer kämpfen sich durch Höhlen und Schluchten, erledigen Massen von Aliens. Wie in den Missionen mit dem Master Chief geben Sie Ihren Nebenmännern Kommandos, indem Sie das Digipad nach oben drücken.

 

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Je nachdem, was wir gerade anvisieren hat der Befehl eine andere Wirkung. Visieren wir einen Gegner an, befehligen wir unseren Team den Angriff. Zielen wir jedoch auf einen verwundetes Teammitglied, kommt ein Kamerad zum Heilen herangeeilt. Wir können sogar die KI anweisen, Fahrzeuge wie Buggys, Panzer oder Gleiter zu benutzen und wichtige strategische Punkte zu halten. Eine schöne Idee um das Gameplay noch besser zu gestalten.  Die großen Areale erlauben viele Vorgehensweisen und wir können unsere eigene Taktik zu Erreichen des Ziels selbst nach unseren Typ gestalten. Wollen wir lieber Flankieren oder zum Frontalangriff, wenn nötig auch mit Panzern und Granatenhagel, übergehen? Wir bekommen durch die neue Befehlsgewalt gleich mehr Optionen geboten. Wenn wir auf dem Digipad nach unten drücken, sendet Agent Locke einen Ping aus, wie eine Art Sonar. Daraufhin bekommen wir alle wichtigen Ziele im Umkreis angezeigt und verlieren so nie den Überblick.

Der Sound von Halo 5: Guardians ist sehr fein auf Surround abgestimmt. Selbst das Sounddesign der Waffen fühlt sich echt an. Der Musikmix besteht aus Electro, Orchester und Rock. Je nach Situation sehr passend ausgewählt und wir fühlen uns mittendrin.

Im Kampagnenspiel merken wir sehr schnell, dass Halo 5: Guardians viel rasanter ist als seine Vorgänger. Wir können uns mit Schubdüsen wie mit einem Jetpack durch die Luft katapultieren lassen und sogar Angriffe aus der Luft ausführen. Dies gibt Halo einen guten und dynamischen Flow.

 

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Die Kampagne können wir natürlich auch wieder mit einem menschlichen Begleiter absolvieren. Ist keiner zur Hand, tut die KI einen guten Job dank der Anweisungen, die wir geben können. Ok, sind wir aber mal ehrlich: Das Fahren der Buggys oder Panzer, sollte man der KI nicht überlassen, sondern sie lieber bequem auf dem Beifahrersitz oder hinter dem Geschütz platzieren.

Die Kampagne ist in Rund 7 Stunden durchgespielt, wer also Halo 5: Guardians nur wegen der Kampagne spielt, könnte etwas enttäuscht werden. Es gibt zwar nach Abschluss der Geschichte noch die Option Sammelbares zu ergattern und nochmal alles abzusuchen, aber mich reizt es nicht wirklich die recht lineare Welt nochmal durchzustöbern.

 

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Kommen wir jedoch zum Multiplayermodus. Es gibt verschiedene Modi, wie Arena (klassisches 4 gegen 4 Match), oder Capture the Flag, wo wir entweder das gesamte gegnerische Team eliminieren oder die Flagge einnehmen müssen. Wenn wir sterben, dürfen wir jedoch erst in der nächsten Runde wieder einsteigen. Im Maham Modus haben wir neben menschlichen Gegnern noch ein paar NPCs an unserer Seite. Wir können uns dort aufleveln oder Waffen sammeln. Die Bots laden förmlich zum farmen ein. Es gibt auch einen ganz neuen Multiplayer, das Kriegsgebiet.  Hier können wir mit bis zu 24 Spielern, verbündete und feindliche KI-Gegner im Schlachtfeld gehörig aufmischen und treten gegen Spartans, die Allianz und Blutsväter an.

 

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Visuell ist Halo 5: Guardians ein echtes Sahnehäubchen. Wir werden durch eine Reihe von Planeten geführt die einfach schön anzusehen sind. Mal befinden wir uns in einer Steinwüste, mal sind wir unter Eis oder Schnee. Die 60 Bilder in der Sekunde sind stets stabil, schade, dass das Gesamtbild ab und zu durch ruckartige 30 Frames- Animationen in der Entfernung und hier und da schwach aufgelöste Texturen getrübt werden. Die sehr schön gestalteten Alienkrieger, die gigantischen Wächter und die Kultstätten reißen jedoch das Steuer wieder herum, sodass ein sehr guter Eindruck des Gesamtbildes entsteht.

 

 

Fazit

Wer Halo 5: Guardians rein wegen der Kampagne spielt, könnte etwas enttäuscht sein, da sie recht kurz ausfällt. Ja, die Kampagne erzählt eine gute Story und ist genauso unterhaltsam wie seine Vorgänger, aber wir bekommen nicht wirklich viel Innovation geboten, da wir von Feuergefecht zu Feuergefecht geschleust werden. Mit hat jedoch der Solomodus sehr gut gefallen. Unser KI Team reagiert sehr innovativ auf seine Umwelt und die Neuerungen bringen viel Spielspaß. Am schönsten ist es jedoch mit einem anderen Mitspieler die Story zu durchleben. Ich muss erwähnen, dass der Splitscreen- Modi, LAN und lokaler Koop komplett gestrichen wurde. Der Online-Multiplayer schöpft aber Halos ganzes Potenzial aus. Ähnlich wie bei spielen wie Call of Duty bekommen wir reichlich Action geboten. Je mehr Mitspieler umso unterhaltender. Die Multiplayermaps sind 14mal größer als die Maps die es im Halo Universum jemals gegeben hat. Ein weiterer Pluspunkt kann Halo 5: Guardians damit verbuchen, dass sämtliche DLCs nach Release wochenweise kostenlos erscheinen werden. Kurzum: Halo 5: Guardians ist ein kurzes, aber durchweg unterhaltendes Vergnügen.

Bock auf Halo auf dem Atari 2600? Schau dir das mal an!

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4. November 2015 2
2 Comments
  • Sebbel 5 Jahren ago

    Cooler Test. Nich lang drumherumgeschwafelt. Auf den Punkt. Gibt es noch einen erneuten Livestream mit dir Zimmy? Gucke dich sehr gern.

  • Gurki 5 Jahren ago

    Danke für den Test. Ich glaube ja auch das sich das viele wegen dem Multiplayer holen werden. 🙂

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