9. Februar 2020

Journey To The Savage Planet im Test

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505 Games und Typhoon Studios liefern uns mit Journey To The Savage Planet ein kunterbuntes Action-Adventure, das thematisch an No Man’s Sky erinnert: Wir müssen einen Planeten samt seiner Vegetation und kurioser Bewohner erforschen. Allerdings nimmt sich Journey To The Savage Planet selbst dabei nicht zu ernst und kommt mit einer ordentlichen Portion schwarzen Humor um die Ecke. Ob die galaktisch-kuriose Mission gelungen ist? Ich habe meinen Raumanzug für euch angezogen und das Spiel auf dem PC getestet!

Story

Wir reisen zum noch unbekannten Planeten AR-Y 26. Aber wir reisen nicht mit irgendeinem Raumforschungs-Unternehmen – sondern mit dem viertbesten interstellaren Explorationsunternehmen Kindred Aerospace! Unser Auftrag: Herausfinden, ob der Planet für uns Menschen bewohnbar ist. Dafür gilt es, alles mögliche zu scannen und Proben zu entnehmen. Allerdings wurde bei unserer Expedition “an allem gespart”, was uns das Kleingedruckte im Arbeitsvertrag verrät. Deshalb müssen wir einen geeigneten Treibstoff für unsere Heimreise finden und unsere Ausrüstung selbst zusammenbasteln – und zwar mit einem 3D-Drucker und Ressourcen, die wir auf dem Planeten finden. Dieser soll kein intelligentes Leben beherbergen. Ein erster Blick auf die fremde Umgebung mit kulturellen Überresten und einem sehr geheimnisvollen Turm zeigt uns jedoch, dass das wohl ein Irrtum ist. Unser verpeilter, leicht unheimlicher CEO Martin Tweed bittet uns deshalb herauszufinden, was auf diesem Planeten vor sich geht.

Von furzenden Mopsvögeln und anderen Kuriositäten

Wir starten unser Abenteuer in unserer Basis. Hier können wir unsere Ausrüstung updaten, Nachrichten lesen, sporadische Mitarbeiterumfragen zur Mission beantworten und uns Videobotschaften anschauen, die wir immer mal wieder zugespielt bekommen, wenn wir nach unserer Erkundungstour hierher zurückkehren. Neben persönlichen Botschaften von unserem seltsamen Chef, finden wir hier auch immer wieder kurze retro Werbeclips, die mit richtig viel Liebe und Witz umgesetzt wurden. Begleitet werden wir die ganze Zeit über von einer stark überdrehten KI, die mir allerdings manchmal ein wenig auf die Nerven ging.

Aber genug in der Basis umgeschaut: Jetzt solls endlich auf Entdeckungsreise gehen. Mit Scanner und Schusswaffe ausgerüstet, teleportieren wir uns ins Unbekannte. Die ersten Lebewesen, die mir begegnen, sind die zuckersüßen, dicken Mopsvögel mit ihren riesigen Kulleraugen. Hier erfahre ich auch direkt, dass es nicht immer notwendig ist, die Planeten-Bewohner zu töten. Manche Lebewesen – wie auch die Mopsvögel – sind absolut zutraulich und geben uns wichtige Ressourcen, wie Aluminium und Silizium, mit denen wir unsere Ausrüstung pimpen können. So können wir den Mopsvogel beispielsweise einfach füttern und schwupps: Zum Dank furzt er uns ein bisschen Aluminium vor die Nase. Herrlich!

Es gibt so viel zu entdecken!

Einmal angekommen, bin ich überwältigt von der farbenfrohen und liebevoll gestalteten Umgebung. An jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken – und zu scannen. Bei jeder Gelegenheit aktiviere ich deshalb meinen Scanner, um Informationen über die noch unbekannten Lebewesen und Pflanzen zu erhalten. Und das macht richtig Spaß! Journey To The Savage Planet bietet so viel Abwechslung und geheimnisvolle Wege. Von farbenfrohen Graslandschaften mit Riesenpilzen über schwebende Inseln bis hin zu beeindruckenden Eis- und Lava-Landschaften ist alles geboten. Und nicht nur die verschiedenen Vegetationen bieten immer neue Herausforderungen – auch die Bewohner haben spezielle Eigenschaften, die – mal mehr mal weniger – eine entsprechende Strategie erfordern. Während man bei manchen schnell ausweichen muss, müssen wir uns bei anderen Lebewesen vor Tinten- oder Feuerattacken in Acht nehmen oder uns vorsichtig heranschleichen.

Bei Journey To The Savage Planet lohnt sich ein genauer Blick in jede Ecke – schaut neben, über oder auch unter euch. Immer wieder gibt es doch noch ein unentdecktes Areal, einen Mini-Höhleneingang oder eine schwebende Insel, die noch unerforscht ist. Allerdings können wir nicht einfach alles von vornherein erreichen. Wir müssen also ständig auf Ressourcen-Jagd gehen, um Updates wie das Greifseil oder den Raketenrucksack freizuschalten. Besonders praktisch ist dabei, dass alle gesammelten Ressourcen bei der Rückkehr in unsere Basis automatisch dort eingelagert werden. Je weiter wir uns auf dem Planeten vorkämpfen, desto mehr Teleporter schalten wir frei. Die sind ziemlich gut verteilt, sodass sich wichtige Ausgangspunkte ohne ewig lange Wege wieder erreichen lassen.

Fazit

Journey To The Savage Planet hat mich absolut überzeugt und macht mir unglaublich viel Spaß. Es gibt so viel zu entdecken, dass ich manchmal komplett die Zeit vergessen habe. Ganz nach dem Motto: Da ist noch was, wo ich nicht war – komm, das will ich mir jetzt aber noch angucken. Der bunten Umgebung samt tierischer Artenvielfalt und Pflanzen sieht man an, dass sie mit viel Liebe gestaltet wurde. Auch der schwarze Humor passt herrlich zum Setting und ist für mich genau das richtige. Der Schwierigkeitsgrad der Kämpfe steigt mit wachsendem Level an, wird aber nie extrem herausfordernd. Aber hier geht es nun einmal in erster Linie ums Erkunden und nicht ums Ballern. Auch wenn wir mal sterben, ist das kein Beinbruch. Wir werden einfach geklont und leben weiter.  In dieser Unbeschwertheit und Niedlichkeit erinnert mich Journey To The Savage Planet an Slime Rancher.

Ein paar negative Anmerkungen habe ich leider trotzdem: Journey To The Savage Planet lässt sich alleine oder im Online-Koop-Modus spielen. Hier ist es schade, dass es kein Matchmaking gibt. Wer also keinen Freund hat, der das Spiel ebenfalls besitzt, der hat Pech gehabt. HIn und wieder hätte ich mir auch eine Karte gewünscht, auf der ich besondere Orte markieren kann. Wenn ich beispielsweise einen geheimen Weg entdecke, zu dem ich aber noch keinen Zutritt habe, hatte ich immer Sorge, dass ich ihn nicht wieder finde. VIelleicht würde eine Karte aber auch die Freuden des Entdeckens schmälern.

Wenige Male bin ich auch mal in einen Baumstamm gebuggt oder gegen eine unsichtbare Wand gelaufen. Das war allerdings so selten, dass es mich im Spielfluss nicht extrem behindert hat.

Alles in allem ist Journey To The Savage Planet ein tolles Adventure-Game mit hohem Suchtfaktor und wunderschöner Spielumgebung – Daumen hoch!

Journey To The Savage Planet

9.5

Wertung

9.5/10
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