24. Juni 2021

KeyWe im Preview-Test

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KeyWe – das tierische Post-Rätselspiel

KeyWe ist ein neues Rätselspiel des Entwicklers Stonewheat & Sons, herausgegeben von Sold-Out Software. Spielbar ist es auf dem PC, der Nintendo Switch, Playstation 4 und 5 und Xbox One sowie X/S.

Nur mit ihren Füßen, Schnäbeln und Hintern müssen die niedlichen Kiwi-Vögel Jeff und Debra das Postamt des tropischen Bungalow Basin leiten: Sie tippen Nachrichten, verpacken und stempeln Postsendungen und füttern die Kasuare, die die Post anschließend austragen.

Das Gameplay

Meine erste Herausforderung bestand darin, das Spiel auf meinem Set-up zum Laufen zu bekommen, denn scheinbar konnte das Spiel auf meinen (zugegebenermaßen ziemlich alten) 3:4-Bildschirmen nicht richtig angezeigt werden. Also mal kurz einen 16:8-Bildschirm vom besten Mitbewohner der Welt ausgeliehen, angeschlossen und schon konnte es losgehen.

Die erste Wahl, vor der du stehst, ist, ob du alleine im Single-Player-Modus oder zusammen mit einem Freund im Koop-Modus spielen willst. Spielst du wie ich alleine, kannst du dich im Einstiegstutorial erstmal daran gewöhnen, beide Vögel gleichzeitig oder einzeln und im Wechsel zu steuern, um alle Aufgaben erledigen zu können. Mit Shift wechselst du zwischen Debra und Jeff hin und her, mit WASD steuerst du wie üblich die Richtung und mit den Pfeiltasten die Sonderfähigkeiten der Vögel (zwitschern, Dinge mit Schnabel und Hintern bewegen und sprinten).

Danach geht es ans eigentliche Spiel…

Der Telegraphentisch: Tippen mal anders

Im ersten Level (Telegraph Desk) hüpfst du mit den beiden Kiwis kreuz und quer über den Telegraphentisch: Hier sind alle Tasten der Telegraphenmaschine namens Juliette verteilt, mit denen du die eingehenden Nachrichten abtippst und versendest. Wie du die Tasten betätigst? Ganz einfach: Die niedlichen Vögel hüpfen und plumpsen mit ihren Hintern auf die Tasten!

Das ganze Level läuft – wie der Rest auch – auf Zeit: Du musst alle Nachrichten vollständig und fehlerfrei (inklusive Groß- und Kleinschreibung) tippen und versenden, um das Level zu bestehen. Am besten lässt du jeden Kiwi auf seiner Hälfte des Tisches und wechselst zwischen den beiden hin und her, um Zeit zu sparen. Dieses erste Level ist als Einzelspieler ganz gut machbar, aber ich sehe schon hier, dass es im Koop wahrscheinlich deutlich mehr Spaß macht als allein.

Die Lagerhalle: Box dich durch

Im Shipping-Floor-Level kümmerst du dich um die Pakete: Alle Sendungen werden erst in Holzkisten verpackt: Dann geht es an die Beschriftung. Such den richtigen Postcode und Labels aus, lass sie von Debra und Jeff tippen und auf die Kisten kleben. Hast du alles richtig gemacht, macht sich die Ladung auf den Weg zu ihrem Ziel. Dieses Level lässt sich auch alleine noch gut spielen.

Lunch Break: Füttere die wilde Meute

Bei dem dritten Level sieht das ganz anders aus: Hier gibt es so viel gleichzeitig zu tun, dass es meiner Meinung nur schwer bis gar nicht möglich ist, es solo zu bewältigen. Denn jetzt geht es darum die Kasuare zu füttern, die die Post austragen. Deine Aufgabe ist es, mithilfe von Jeff und Debra alle Vögel mit Wasser und Futter zu versorgen. Und wenn einer meckert oder Streit anfängt, meckerst du zurück – ach nein, du beruhigst deine Kundschaft mit freundlichen Gezwitschere. Das kann schonmal eine Weile dauern. Spielst du alleine, bleibt währenddessen alles andere liegen. Dieses Level ist also definitiv eher was für den Koop-Modus.

Optik und Soundtrack

Mit der knallbunten Optik des Spiels und dem tropisch klingenden Soundtrack fühlst du dich schnell auf eine tropische Insel versetzt. Die Musik und Bürogeräusche mit Morsecode im Hintergrund machen die Soundkulisse perfekt. Wem das zu laut oder zu störend ist, der kann im Hauptmenü, das wie das Innere der Postfiliale gestaltet ist, individuell einstellen, was er davon hören will, und wie laut.

Die bunten Farben und teilweise retro wirkenden Designs machen einiges am Charme des Spiels aus. Es macht einfach Spaß, den beiden Vögeln dabei zuzusehen (und zuzuhören), wie sie sich durch das liebevoll gestaltete Postamt bewegen. Ein Bonus: Die Kiwis sind mit einigen Ausrüstungsgegenständen und Skins personalisierbar: Von der Sonnenbrille über Tropenrucksäcke bis zu Piloten-Headsets ist einiges dabei. Geh im Hauptmenü einfach in die Wardrobe und stöbere dich durchs Inventar.

Fazit: Tierischer Spielspaß?

Insgesamt hat das Spiel schon Spaß gemacht, auch wenn man als Einzelspieler beim Kampf gegen die Stoppuhr bald an die Grenzen des Machbaren rankommt – zumindest wenn man so fürchterliche Reflexe hat wie ich. Meiner Einschätzung nach lebt das Spiel vor allem vom Koop-Modus, auf den es hauptsächlich ausgelegt ist. Wer mal was Neues ausprobieren möchte, das man gemütlich zusammen mit einem Kumpel zocken kann, der ist bei KeyWe richtig. An die Steuerung gewöhnt man sich schnell und die Aufgaben machen Spaß. Auf einer Skala von 1 bis 5 würde ich dem Spiel eine solide 4 geben.

KeyWe

9

Wertung

9.0/10

KeyWe erscheint am 31. August auf Nintendo Switch, PlayStation 4, Xbox One, Microsoft Windows, Xbox Series, Mac OS und PlayStation 5.

Vielen Dank an unsere Gastautorin Franci für diesen Beitrag.

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