8. August 2019

Madden NFL 20 im Test

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Es wird nicht mehr lange dauern und die NFL startet in die neue Regular Season. Bis dahin und natürlich auch darüber hinaus wird EA durch ihr Madden NFL 20 die footballfreien Sonntage mit dem beliebten Ami-Sport und seinen Topspielern füllen. Aber was hat sich zum Vorgänger verändert und wie ist der neue College Football-Modus?

Face of the Franchise

Während der Storypart „Longshot“ aus Madden NFL 18 und 19 in Madden 20 nicht enthalten ist, soll „Face of the Franchise: QB 1“ für Abwechslung sorgen. Hinter diesem Namen verbirgt sich ein Modus, der ein wenig Story und eine klassische EA-Sport-Karriere miteinander verbindet. Am Anfang erstellt ihr euch einen Spieler und entscheidet euch für ein College. Anschließend müsst ihr euer Können in der Playoff-Runde beweisen und habt eure College-Laufbahn auch schon beendet. Nun ist die Zeit für den Draft und der Start als Quarterback in der NFL gekommen, die meines Erachtens viel zu schnell zum Einsatz kommt. Ich wurde in meinem Spieldurchlauf von den Tampa Bay Buccaneers gedraftet, hätte aber gerne etwas mehr vom College-Leben erlebt, da der neue Modus vorab sehr angepriesen und beworben wurde.

Die Entwicklung eures Quarterbacks beeinflusst ihr durch Dialogsequenzen mit verschiedenen Auswahlmöglichkeiten. Hier könnt ihr zum Beispiel angeben, dass ihr einen besonders starken Arm habt und ein Teamplayer seid. Vernachlässigt ihr im Laufe des Spiels einen Receiver, beschwert sich dieser mittels Textnachrichten bei euch und bittet um mehr Beachtung beim Spiel. Auch Fans schicken euch ab und zu eine Nachricht und möchten Versprechungen über eine positive Leistung, wie besonders viele Yards bei Pässen von euch sehen. Darüber hinaus werden hin und wieder Interviews geführt. Schön ist es jedoch, dass von der Preseason bis bestenfalls zum Super Bowl jedes Match gespielt werden kann und ihr euren QB nach und nach immer weiter verbessert und zu einem Topspieler entwickeln lasst – Rookie of the season!

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Ebenfalls neu: X-Factor

Ein großer Kritikpunkt der Madden-Fans ist es bisher gewesen, dass die Fähigkeiten von Topstars wie Tom Brady und Co. nicht in dem Ausmaß zur Geltung gekommen sind, wie sie es eigentlich sollten um den Spielern der realen Welt noch deutlicher zu ähneln. Madden 20 führt dies nun mit dem X-Factor ein. Die besten Spieler der NFL bekommen mit dem X-Factor bestimmte Aufgaben zugewiesen. Wenn sie diese erfüllen, werden neue Fähigkeiten freigeschaltet, die das Spiel im positiven Sinne beeinflussen und drehen können. Auf X-Factor-Spieler könnt ihr euch auch, wenn es mal schlechter läuft, immer verlassen und ein schwieriges Match am Ende vielleicht sogar gewinnen. Die X-Factor-Fähigkeiten ziehen sich durch alle Spielmodi hindurch und sorgen für frischen Wind in Madden 20.

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Perfektioniertes Gameplay

Das Gameplay wurde abseits vom X-Factor auch in weiteren Punkten verfeinert. So haben neue Spielzüge ihren Weg ins Playbook gefunden (bspw. Philly Special der Philadelphia Eagles), das Strafsystem wurde verstärkt und sogar der Videobeweis erwartet euch, wenn nicht sicher ist ob sich beide Füße des Spielers während des Touchdowns in der Endzone befanden. Zudem rückt euch die gegnerische Defense sehr viel schneller auf die Pelle und setzt euch unter Druck, wenn ihr als QB das Lederei zu eurem ausgeguckten Receiver, welche mittlerweile außerdem deutlich häufiger stolpern und sich somit authentischer verhalten, werfen wollt. Anfangs werdet ihr sicherlich den einen oder anderen Sack einstecken müssen, bevor ihr euch an diese Änderung gewöhnt habt.

Vorspiel: Super Bowl LIV in Madden NFL 20

Was sieht das cool aus!

Grafisch und technisch befindet sich Madden 20 weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Es sind erneut weitere Details und Animationen hinzugekommen und auch die Spielermodelle wurden überarbeitet. Die Unterschiede zum Vorgänger sind zwar nicht riesig, man kann sie aber dennoch wahrnehmen und weiß vor allem die authentischen Bewegungen der Spieler und wiedererkennbaren Wurftechniken, sowie Jubelposen zu schätzen. Madden wirkt von Jahr zu Jahr immer realer, weshalb ich schon jetzt sehr gespannt bin, wie sich das Ganze auf den neuen Konsolen entwickeln wird.

Fazit

Im Vergleich zu Madden 19 hat sich der diesjährige Ableger durch sein optimiertes Gameplay und den X-Factor durchaus verbessert, auch wenn hier kein riesen Sprung erwartet werden kann. Um die Veränderung deutlich spüren zu können, müssten Spieler vermutlich mehrere Jahre aussetzen um staunend vor einem Sportspiel zu sitzen. Auch wenn mit Face of the Franchise ein eigens erstellter Quarterback seinen Weg in die NFL findet, fehlt mir persönlich ein Story-Modus wie „Longshot“. Zwar war dieser im letzten Jahr eine ganze Spur zu kitschig, komplett verzichten wollte ich auf ihn allerdings auch nicht. Eines ist allerdings sicher: Wer die NFL liebt, gerne digital ein paar Touchdowns wirft und auf altbewährte Spielmodi wie Franchise, Play Now, MUT etc. steht, sollte Madden NFL 20 keinesfalls verpassen. Ihr werdet nicht enttäuscht.

Madden NFL 20

8.5

Wertung

8.5/10
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