15. Dezember 2020

Marvel’s Spider-Man: Miles Morales im Test

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Zwei Jahre nach Peter Parkers Abenteuer auf der PlayStation 4, können wir im neuen Ableger aus dem Hause Insomniac Games mit seinem Spinnenkollegen und Freund Miles Morales durch die Häuserschluchten von Manhattan schwingen und Schurken bekämpfen. Aber kann das Spidey-Spin-Off überzeugen? Um die Antwort vorwegzunehmen – ja, das kann es. Es hat mir an einigen Stellen sogar besser gefallen, als das Hauptspiel. Warum Spider-Man: Miles Morales zum Ende des Jahres also unbedingt auf euren Weihnachtswunschlisten stehen sollte, erfahrt ihr im folgenden Test. Los Netz, los!

Du schaffst das, Miles!

Auch Superhelden brauchen hier und da eine Auszeit, weshalb Peter Parker zusammen mit Mary-Jane in den Urlaub fliegt und Miles für diesen Zeitraum somit zum ersten Mal allein auf Manhattan „aufpassen“ lässt. Aus großer Kraft folgt schließlich große Verantwortung, nicht wahr?

Natürlich bleibt es nicht lange ruhig und Miles muss zur Tat schreiten. Während er den Mitmenschen in ganz Manhattan bei kleinen oder größeren Angelegenheiten hilft, baut sich schon bald eine große Gefahr für die Stadt auf. Die sogenannte „Underground“-Organisation kämpft im neuen Spidey-Abenteuer gegen den Roxxon Konzern rund um den obskuren Boss Simon Krieger. In der Rolle von Miles Morales ist es nun also eure Aufgabe, den mit einem riesigen Waffenarsenal geführten Kampf zwischen den beiden Parteien zu verhindern und der Stadt zu beweisen, dass ihr nicht nur eine kleine Kopie vom ersten Spider-Man seid.

Spider-Man Miles Morales Review Knockout009

Ein Superheld aus Harlem

Das Spielprinzip bleibt dem Hauptspiel treu und so schwingt ihr euch auch in Spider-Man: Miles Morales per Netzschwung durch die Open-World von Manhattan, nehmt Haupt- und Nebenmissionen an und vertreibt euch die Zeit zwischendurch auch mal mit Sammelaufgaben. Diese tragen des öfteren sogar einen kleinen Teil zur Story rundum Miles und seiner Familie bei. Was wäre ein Spider-Man jedoch ohne einen großen Anteil an Action- und Kampfsequenzen? Auch Miles bezwingt Gegner weiterhin mit dem gleichen Kampf- und Kombosystem wie aus dem Vorgänger, wozu euch unzählige Angriffstechniken sowie Anzüge zur Verfügung stehen. Neu hinzugekommen sind die „Venom“-Fähigkeiten mit denen ihr Stromangriffe ausführen könnt. Außerdem ist es euch nun nach einer Weile im Spiel auch möglich für einen gewissen Zeitraum unsichtbar zu werden. Wer New Yorks Verbrecher also lieber aus dem Hinterhalt heraus ausschaltet, bekommt hierdurch eine sehr nützliche Komponente vom Spiel geboten.

Coffee-to-go gefällig?

Miles lebt mit seiner Mutter, welche sich um einen Sitz im Stadtrat bemüht, in Harlem. Besonders in den Nebenmissionen des Spiels kommen viele, toll geschriebene Geschichten aus dem Leben in Harlem zum Vorschein. Auch wenn Insomniac Games die Geschichte von Peter Parker durchaus anders und frischer verpackte als es unter anderem in den letzten Filmen der Fall gewesen ist, so bringt die Thematik rundum Harlem, wo überwiegend afro- und lateinamerikanische Bürger und Bürgerinnen leben, eine wichtige und interessante Thematik mit sich.

Zur familiären und ruhigen Stimmung wird auch durch das Setting einiges beigetragen. Spider-Man: Miles Morales spielt zwischen Weihnachten und Silvester. Die Stadt und Miles Zuhause erstrahlen im weihnachtlichen Glanz, während einige Areale der Open-World sogar komplett verschneit sind. Die Screenshot-Taste und der Fotomodus haben durch die tolle Atmosphäre bei meinem Spieldurchgang kaum eine ruhige Minute gehabt – einige von ihnen findet ihr natürlich auch eingebunden in diesem Artikel.

Spider-Man Miles Morales Review Knockout005

Grafikbrett auf PS4 und PS5

Die Grafik in Spider-Man: Miles Morales kann auf der PS5 absolut überzeugen und Manhattan so schön zur Schau stellen, wie es bisher in keinem Spiel der Fall gewesen ist. Aber auch auf der PS4 braucht sich der Titel keinesfalls verstecken. Leider kam es beim Spielen der PS4-Version allerdings zu mehreren Abstürzen, die sich aufgrund der häufigen Speicherpunkte glücklicherweise nicht allzu negativ auswirken konnten. Positiv ist wiederum, dass es trotz der Open-World dennoch flüssig lief und ansonsten nahezu fehlerfrei daherkommt.

Fazit

Mit Spider-Man: Miles Morales ist zum Ende des Jahres noch einmal ein Exklusivtitel für PS4 und PS5 erschienen, den Fans der menschlichen Spinne und MARVEL, aber auch Neulinge keinesfalls verpassen sollten. Mit Miles Morales bekommt ihr eine neue, frische und authentische Geschichte eines Hip Hop-liebenden jungen Erwachsenen aus Harlem geboten, die ich mit jeder Minute genossen habe. Zwischen all der Action und den mit Gegnern überhäuften Kampfsequenzen freute ich mich immer wieder auf die ruhigeren Passagen, die sogar die Geschichte von Peter Parker aus dem Hauptspiel in den Schatten stellen. Mit seiner 10- bis 15-stündigen Spielzeit und dem weihnachtlichen Setting bietet es sich außerdem wunderbar an, das Spiel zwischen den Feiertagen mit einem warmen Kakao und ein paar selbstgebackenen Plätzchen, eingekuschelt auf dem Sofa zu spielen. Sucht also noch jemand ein Last-Minute-Geschenk für Superheldenfans? Spider-Man: Miles Morales wird sicherlich nicht enttäuschen.

Spider-Man: Miles Morales

9

Wertung

9.0/10

Marvel’s Spider-Man: Miles Morales ist für PS4 und PS5 erhätlich.

Die im Artikel genutzten Screenshots wurden mit der PS4-Version des Spiels erstellt.

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