21. Mai 2016

Rogue Stormers

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Rogue Stormers, der Nachfolger von Giana Sisters – Twisted Dreams. Angezettelt hat das gute Stück ein Team aus dem Blägg Forescht, besser gesagt Black Forest Games – ein Studio im schönen Schwarzwald. Ursprünglich über Kickstarter finanziert war der Titel als Diesel Störmers, jedoch kam es seinerzeit als das Spiel einen fortgeschrittenen und auch schon für mich spielbaren Status erreichte zu einem juristischen Disput zwischen dem italienischen Modelabel Diesel, und Black Forest Games. Lange Rede, kurzer Sinn, zwangsläufig wurde unser Diesel Stormers daraufhin in Rogue Stormers umbenannt. Wer kann schon ahnen, das die Klamottenknaller sich an dem „Diesel“ in einem Spiel stören könnten? Egal, es geht heut nicht um die Klamotten, sondern um ein Spiel. Und was es damit auf sich hat, bekommst du gleich erzählt.

Rekruten! wer hat unsere Stadt verdorben?

Hektor von Garg – Betrüger, Mörder, geldgieriges Schwein!
Rogue Stormers ist ein Rogue-Like Plattformer. Du fightest dich im Spiel von Ebene zu Ebene durch zufällig generierte Levels, auf deinem Weg zum bösen Obermotz. Natürlich ist das leichter gesagt als getan. Denn auf dem Weg rauf und runter durch die Levels, finden sich jede Menge üble Schergen, die dir das virtuelle Leben schwer machen. Und das nicht zu knapp! Ruhe ist etwas, das man in Rogue Stormers zwar von Zeit zu Zeit mal erlebt, aber es gehört nicht zum üblichen Monster Slayer Business.

Für gewöhnlich geht’s gut zur Sache

Erstmal bist du erstmal ein Rekrut, der in der Basis mit ner Knarre und einer Spezialfähigkeit ausgestattet ist. Im Laufe des Spiels kannst du dir allerdings einiges an Verbesserungen aneignen, die vom Rekruten zum Stormer formen. Das können beispielsweise Waffen wie Minen, Geschütze oder ein Klauenangriff sein, oder auch PWRUPs, die dir mehr Hitpoints, erhöhten Schaden oder mehr Gold von besiegten Gegnern einbringen.
Die Items liegen in aller Regel nicht einfach herum, vereinzelt kann man Gefangene befreien und wird mit einer Waffe belohnt, oder auf unterschiedliche Weise Truhen öffnen, aber in der Regel erwirbt man diese gegen Moneten. An mancher Stelle finden sich Spielautomaten, oder Nachschubzonen, wo man gegen Gold ein zufälliges Item oder auch Heilung anfordern kann. Ob das, was letztenendes auf dich zu kommt deinem Spielstil entspricht musst du selbst herausfinden.
Zusätzlich lassen manche Gegner noch Erfahrungspunkte fallen. Die bringen dir einen bleibenden Vorteil: Wenn du im Spiel das Zeitliche segnest, sind die während der Levels gesammelten Waffen, und anderen Verbesserungen passé, allerdings gilt das nicht für deine Erfahrungspunkte. Die bleiben bestehen, sodass du im Level aufsteigen kannst. Dadurch lassen sich schon gleich zum Start einige Verbesserungen auswählen, sowie mit steigendem Level weitere Fähigkeiten freischalten, welche sich im nächsten Spiel bereits zum Start auswählen lassen. Du fängst nach deinem Ableben zwar wieder vom ersten Level an, aber wenigstens bleibt der süße Duft der Erfahrung. Das ist allerdings auch nur ein kleiner Trost, und schützt nicht vor einer gewissen Frustration die aufkommt, wenn du dich gerade bis in den dritten Abschnitt vorgekämpft hast, und wegen Goblin XY, der dir von hinten in den Rücken fällt,  deinen letzten verpixelten Atemzug aushauchst.

Hast du eine Mission erfolgreich beendet, werden deine erlegten Widersacher in Erfahrungspunkte umgewandelt

In Gruppe zum Wiederholungstäter werden

Im Singleplayer findet man sich fix zurecht, und bekommt auch schnell ein Händchen dafür wie man das Spiel angehen sollte, ohne gleich ins Gras zu beißen. Auch im Multiplayer sieht die Sache nicht anders aus, du kannst entweder Online eine Partie mit bis zu vier Spielern austragen, oder lokal am selben Rechner. Zumindest ein solides zwei Player-Match ist durchaus auf einem Bildschirm möglich.
Im Multiplayermodus kommt auch sofort Freude auf. Nicht nur, das man sich gegenseitig wiederbeleben kann macht das Spiel schon deutlich entspannter, sondern auch der richtige Nutzen aus den alternativen Waffen und Upgrades bietet einiges an taktischen Optionen, um der wilden Goblinhorde einen gepflegten Tritt in den Allerwertesten zu geben. So bringt etwa die Spezialfähigkeit des ersten spielbaren Charackters Brecht nicht nur dir selbst eine erhöhte Feuerrate, sondern deine Mates können ebenso mehr Blei verpulvern. Geschickt eingesetzt, lässt sich das Monstermetzeln auf diese Weise sehr angenehm gestalten.

Rogue Stormers – Fazit

Heidewitzka, was geht hier die Post ab. Mein erstmaliger Einblick seinerzeit in Diesel Störmers war von Skepsis geprägt, aber diese ist mittlerweile  verflogen. Für ne Runde mit den Kumpels eignet sich das Spiel hervorragend. Ärger manifestiert sich gern mal im Singleplayer aufgrund der eigenen Schusseligkeit, wenn man „wiedermal“ wegen einer dummen Unachtsamkeit, oder in vollkommener Hektik seinen letzten Hitpoint verloren hat, und die Story wieder von Anfang anfängt. Und trotzdem fängt man nochmal an, und gibt sein bestes, EPs sei Dank.
Abwechslungsreichtum ist durch das dynamische ändern mit jedem Start der Levels gegeben, der Multiplayer bietet ordentliche Unterhaltung für bis zu vier Spieler, und ist obendrein aufgrund der teils schnell steigenden Schwierigkeit dem Singleplayer klar vorzuziehen, und die Vielzahl an über EP freispielbare Pickups sowie der im Spiel verteilten Upgrades ermöglichen einige taktische Möglichkeiten.
Die Schöpfer von Giana Sisters – Twisted Dreams haben auf jeden Fall solide nachgelegt. *thumbs up*

7

Stephans Fazit

7.0/10
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7. Juni 2016 2
1 Comment
  • Tim 4 Jahren ago

    Habt ihr das Spiel noch weitergezockt? Wie steht ihr nun dazu. bin mir noch unschlüssig ob ich es mir hole, Meinungen nach längerem Spielen finde ich immer ganz gut. würde mich interessieren, ob man längere Zeit Spaß damit haben kann.

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