Vessel

By on 23. Oktober 2012 0 190 Views

Am 17. Oktober 2012 hat Crimson Cow mal wieder ein Spiel auf den Markt geworfen, dass sich in Sachen Kreativität absolut nicht verstecken muss.

In „Vessel“ schlüpfen wir in die Rolle des Wissenschaftlers Arkwright, der eine komplett neue Lebensform erschaffen hat: Die Fluros, die gänzlich aus Flüssigkeit bestehen und ohne großen Aufwand produzierbar sind.

Innerhalb kürzester Zeit machen die Kleinen den Großteil der Arbeiterklasse aus, denn sie können ohne Unterbrechung arbeiten und sind – wie gesagt – billig zu haben.

Mal abgesehen von der gesteigerten Arbeitslosenquote, entstehen mit der Zeit auch noch andere Probleme mit den unglaublich anpassungsfähigen Fluros. Nach und nach entwickeln sich nämlich immer neue Formen, unter anderen auch Lava-Fluros, welche durchaus gefährlich sind.

So denn

– machen wir uns in der Rolle des Erfinders also auf, die Plage wieder in den Griff zu bekommen!

Essentiell ist hier vor allem, die Maschinen, die von unserer aus der Kontrolle geratenen Schöpfung lahmgelegt wurden, wieder zum Laufen zu bekommen.

Das lässt sich bewerkstelligen, in dem wir einige Rätsel lösen – in der Hauptsache spielt Vessel hier mit einfachen physischen Simulationen.

So richtig realistisch geht es dabei nicht zu, denn das Wasser beispielsweise besteht aus kleinen Kugeln, der sich von uns hin und herschieben lassen. Nun gut, das Prinzip versteht man zumindest direkt.

Ebenso magisch ist unser Rucksack, der wie von Zauberhand Flüssigkeiten aufnehmen kann. Faktisch ist das unsere einzige Möglichkeit, Wasser von A nach B zu transportieren – praktische Sache, so ein Zauberrucksack!

Einerseits Plage, andererseits auch sehr nützlich: Während unserer Mission ist es weiterhin möglich, Fluros zu produzieren. Ganz die folgsame Arbeiternatur drücken sie für uns Schalter, sprengen den Weg frei und vieles mehr. Es könnte so schön sein!

 

Der Schwierigkeitsgrad der Rätsel in Vessel ist moderat – ein bisschen logisch denken und schon löst es sich fast von allein.

Nichts desto trotz fühlt man sich nicht gänzlich unterfordert, denn allein die mannigfaltigen Kombinationsmöglichkeiten der unterschiedlichen Fluro-Typen lässt uns eine Weile grübeln.

 

Trotz aller Rätselei: Vessel ist und bleibt ein Jump’n’Run. An sich lockern die Hüpfpassagen das ganze Geschehen auf, aber andererseits möchte man ab und an auch in die Tastatur beißen. Denn die Steuerung ist leider etwas schwammig geraten und so springen wir desöfteren frohen Mutes in den nächstbesten Abgrund. Oder treffen den Schalter nicht. Es ist zeitweilen zum Verzweifeln!

Besonders schön gelungen ist dafür die musikalische Untermalung des Spiels – die Musik ist nicht zu aufdringlich und während des Rätselns bieten uns akustische Signale Hilfe bei der Lösung. Zusätzlich hat man sich auch Gedanken um eine Geräuschkulisse im Hintergrund gemacht, so dass durch  die großen Maschinenhallen auch entsprechende Klänge hallen.

Die Optik von Vessel ist Geschmackssache. Es handelt sich natürlich nicht um fotorealistische Hintergrundgestaltung, doch das Spiel zieht seinen eher schlichten Stil konsequent durch und so kann man eigentlich auch fast wieder von einem Stilmittel sprechen. Jedenfalls wirkt alles in sich stimmig und hat durchaus seinen eigenen Charm.

Zusammengefasst – was halten wir von Vessel?

Indie-Spiele brillieren eher selten durch ihre bahnbrechend gute Grafik und auch Vessel ist hier keine Ausnahme. Wer es schafft, über seine grafischen Ansprüche hinwegzusehen und sich mal ganz ohne Vorbehalte an diesen Titel wagt, der wird auch nicht enttäuscht werden.

Trotz der etwas hakeligen Steuerung macht das Rätseln doch viel Spaß. Die 14 Euro, die der Crimson Cow Titel kostet, sind definitiv nicht schlecht angelegt!

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