6. September 2016

Dreizehn – Es passiert so schnell

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Drogen, Partys, Jungs und Sex anstatt die Liebe der Mutter, Schule und bester Freundin. Diese Entwicklung bekommen wir in Catherine Hardwickes Drehbuch- und Regiedebut Dreizehn aus dem Jahr 2003 zu sehen. Ein Film der Eltern abschreckt und Jugendlichen zeigt, was passieren kann, wenn man durch einen falschen Freundeskreis und Umgang schnell vom Weg abkommen kann. Ein Coming of Age-Drama, welches nicht als Teenie-Film abgestempelt werden sollte, sondern vor allem auch an Erwachsene gerichtet ist.

 

Das dreizehnjährige Mädchen Tracy (Evan Rachel Wood) schreibt in der Schule gute Noten, benimmt sich gut und lebt ein finanziell schwieriges, aber liebevolles Leben mit ihrer alleinerziehenden Mutter Melanie (Holly Hunter) und ihrem Bruder Mason (Brady Corbet) in einem kleinen Bungalow in Hollywood. Sie kleidet sich ihrem Alter entsprechend anständig und pflegt den Kontakt zu ihrer besten Freundin Noel, gespielt von Vanessa Hudgens, die man nach diesem Film auch bei  High School Musical, Sucker Punch oder Spring Breakers zu Gesicht bekommen hat.

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Der Schulwechsel zur Middle School steht an und Tracy begegnet zum ersten Mal der allseits beliebten Evie Zamora (Nikki Reed). Sie wird von den Jungs aufgrund ihrer lässigen Art und ihres Aussehens angehimmelt und hat nebenher eine Clique mit weiteren gut aussehenden Mädchen in ihrem Alter. Tracy möchte dazugehören, sie möchte auch eines der beliebten Mädchen und nicht mehr das gute Noten schreibende und brave, wohlerzogene Kind sein. Sie kommt mit Evie in Kontakt und freundet sich mit ihr an. Doch leider läuft ab dem Punkt alles aus dem Ruder. Sie kleidet sich fortan eher sexy und knapp, lässt sich piercen, fängt an Alkohol zu trinken und Drogen zu nehmen und vernachlässigt die Schule. Auch die Beziehung zu ihrer Mutter, ihrem Bruder und sogar ihrer besten Freundin leidet sehr darunter. Noel ist natürlich aufgrund ihres normalen Kleidungsstils und ihrer Art nicht in den Kreisen von Evie erwünscht. Aus der lieben Tracy wird ein rebellierender Teenie, der keinen Wert mehr auf Familie, Schule und das weitere Leben legt. Sie will nur noch Spaß haben. Spaß mit ihrem neuen Freundeskreis, mit Evie und vor allem „Spaß“ mit Jungs…

Die Optik des Films wurde der Atmosphäre und der Stimmung gut angepasst. Das Bild ist meistens relativ grau gehalten und nicht sehr farbenfroh. Gefilmt wurde per Handkamera, das Bild bleibt immer in Bewegung oder wird gezoomt. Und das passt einfach perfekt.

 

Fazit

Ich bin ein großer Fan von Filmen dieser Art und habe diesen schon einige Male gesehen. Die Schauspieler passen perfekt in ihre Rollen und man kann vor allem die Sorgen und Ängste der Mutter während des Schauens so sehr nachempfinden, dass man sich schon etwas unwohl fühlt. Man ärgert sich über das Verhalten von Tracy und will, dass sie endlich ihren Kopf benutzt um zu realisieren, was dort gerade in ihr und ihrem Umfeld passiert. Man kann natürlich bemängeln, dass zum Beispiel das Piercen nun nicht unbedingt zu den negativsten Dingen bei Teenagern gehört und auch Dorfkinder vom rechten Weg abkommen können, aber überwiegend bin ich auch nach 13 Jahren (13 Jahre, der Film Dreizehn… ein Zeichen!)  immer noch begeistert von dem Film und kann ihn nur empfehlen. Aber Achtung liebe Eltern, nach dem Film, werdet ihr eure Teenie-Kids wahrscheinlich nicht mehr allein rauslassen wollen.

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2 Comments
  • Harald 5 Jahren ago

    Den Film kenne ich auch noch, obwohl ich solche Filme ganz gerne schaue, muss ich sagen: Ich bin froh das wir früher nicht so gestört waren 🙂

    • Lisa 5 Jahren ago

      Das stimmt. Aber der Film bietet sich auch extrem gut an, um Teenies abzuschrecken.
      Aber wenn man es genau nimmt, kann man es eh nicht verhindern.

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