26. März 2019

Close – Dem Feind zu nah (Filmkritik)

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Sam (Noomi Rapace) gehört zu den besten Bodyguards und ist Expertin für Terrorismusbekämpfung. Der kommende Job klingt zunächst nach leicht verdienten Geld, doch bald beginnt ein Kampf ums Überleben.

Story

Zoe Tanner (Sophie Nélisse) bekommt nach dem Tod Ihres Vaters Eric Tanner die größten Anteile des Firmenerbes von Hassine Mining zugeschrieben. Ihre Stiefmutter Rima Hassine, deren Familie das Unternehmen gegründet und die Erics Position als CEO übernommen hat ist darüber sehr verärgert. Rima steht nämlich vor einem großen Firmendeal über Milliarden und die Aktien stehen nicht besonders gut. Direkter Konkurrent ist die Firma Sikong und da Zoe‘s Stiefmutter nicht möchte, dass der Deal über den geplanten Phosphatabbau in Sambia von Sikong gestohlen wird, verlangt Rima, dass Zoe sie zum sicheren Familienhaus in Marokko begleitet, während sie den Deal abschließt.

Rima beauftragt Sam als Zoe‘s Bodyguard für die Zeit bis zur Ankunft im Safehouse in Marokko. Eigentlich ist der Job erledigt, doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Am Abend wird das Sicherheitssystem des Safehouses gehackt und schwer bewaffnete Eindringlinge sind auf der Jagd nach Zoe um Lösegeld zu fordern. Für Zoe und Sam beginnt in Marokko ein actiongeladener und brutaler Kampf ums Überleben. Wird es Sam schaffen, sich und die Milliardenerbin sicher nach Hause zu bringen und welche Rolle spielt eigentlich die Stiefmutter?

Starke Frauen

Die schwedische Schauspielerin Noomi Rapace machte sich international einen Namen in der Rolle als Lisbeth Salander in der Millennium-Trilogie des schwedischen Autors Stieg Larsson. Die Besetzung der weiblichen Rollen in Close ist genial ausgewählt. Noomi Rapace und auch Sophie Nélisse spielen ihre Rollen nahezu perfekt und authentisch. Ich finde es einfach erfrischend, dass auch starke Frauen für massig Action a la Matt Damon in Bourne Ultimatum sorgen können und somit weg vom bekannten Stereotypen sind.

Trivia: Die Geschichte des Action-Thrillers Close basiert auf der Lebensgeschichte von Jacquie Davis, der damaligen besten weiblichen Personenschützerin der Welt.

Kritik

Sicherlich kann man bemängeln, dass die Schauplätze in Close nur wenig wechseln, das schlägt sich aber für mich nicht in der Gesamtwertung nieder. Erinnern wir uns an Filme wie Gott des Gemetzels, welcher nur einen Schauplatz hatte, können Filme durchaus den Zuschauer mit der Geschichte, der Inszenierung und der Schauspielerischen Leistung und Dialoge unterhalten- in Close sind das sicherlich die grandiosen Actioneinlagen und das Schauspiel von Noomi Rapace und Sophie Nélisse, auch wenn das Drehbuch hätte ein bisschen mehr geben können.

Die Kamera hält sich oft an heruntergekommenen Straßenständen und Szenen gewöhnlicher Zivilisten auf, um eine bedrohliche Atmosphäre zu schaffen- auch den Einbruch in das Safehouse hätte man sicherlich mehr mit etwas Thriller und Spannung würzen können, erfüllt aber dennoch seinen Zweck um bedrohliche Atmosphäre zu schaffen.

Fazit

Klar klingt die Story abgedroschen: Eine reiche weiße Frau in einem fremden fernen Land um einen Millionendeal abzuschließen. Die Zielscheibe ist somit für jeden Erpresser oder Lösegeldentführer auf des Opfers Stirn gepinselt.

Sind wir ehrlich- wir schauen den Film wegen Noomi Rapace. Close bietet uns auch sehr viel Potential, was aber vom Drehbuch her nicht komplett ausgeschöpft werden konnte. Versteht mich nicht falsch, wir bekommen wirklich gute Actionunterhaltung, Intrigen, unvorhergesehene Todesfälle und schön-brutale Kämpfe.

Close schafft authentische weibliche Figuren und bekommt somit einen dicken Pluspunkt, der andere Mankos ausbügelt. Ansonsten finden wir alle typischen Genreelemente wieder.

Kurz gesagt: Steht Ihr auf Filme wie Bourne, 96 Hours, Bodyguard oder Jack Ryan? Dann wird Close Euch sicherlich auch gefallen. Ich garantiere eine durchweg gute Unterhaltung in der Euch dank der guten und auch brutalen Actionszenen nicht langweilig wird.

Close läuft seit dem 18. Januar 2019 in den USA auf Netflix, ab dem 11. April 2019 kann der Film in Deutschland auf Blu-ray, DVD und digital gekauft werden.

Wertung

8.4

Wertung

8.4/10
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