Stephan über Crash Bandicoot
Heilige Wumpa Frucht! Ist es wirklich schon 21 Jahre her, dass der gut gelaunte – wenn auch etwas irre dreinblickende Beuteldachs namens Crash Bandicoot uns erstmalig beehrt hat? Meine Güte, was die Zeit doch vergeht. Mir kommt es vor als wäre es gestern (also vor 20 Jahren) gewesen, dass ich den kabelgebundenen Controller der ersten Playstation in den Händen hielt, und mich durch dieses sau geile, unterhaltsame, tolle, schöne, verfickt gemeine, brutal böse …[weitere Flüche]… Jump n‘ Run gezockt habe.
Crash Bandicoot gehörte dank der Demo 1 zu den ersten Titeln, welche ich seinerzeit auf der PSX genießen durfte – und auch zu den ersten Spielen welche ich damals unbedingt mein Eigen nennen wollte. Irgendwie hat sich die Geschichte ein kleines Bisschen wiederholt, denn eine Playstation 4 besitze ich (Stephan) nun auch erst seit einigen Wochen, also hat es sich nur angeboten das Crash Bandicoot heute in Form der N. Sane Trilogy ebenfalls wieder zu den ersten Spielen in meinem Besitz gehört.

Der bösartige Wissenschaftler Dr. N. Cortex erfindet einen Strahl durch welchen die Tiere auf der Insel N Sanity sich gentechnisch verändern lassen, und ihm fortan als seine Cortex Armee dienen. Crash gehört ebenfalls zu diesen Kreaturen, er soll der Anführer der Cortex Armee werden. Jedoch geht das Experiment schief, als Crash in den Vortex gebracht werden soll. Ihm gelingt im Zuge dessen die Flucht. Cortex hält das nicht von seinem Plan ab, schließlich hat er mit Crash’s Freundin Tawna noch einen weiteren Bandicoot der ihm als Anführer seiner Armee dienen kann. Crash erwacht nach seiner Flucht am Strand – fest entschlossen die Pläne von N. Cortex zu durchkreuzen, und seine Freundin aus dessen Gefangenschaft zu befreien.
Crash’s Frischzellenkur bringt klassisches Gameplay ohne die Ambition der beste, schönste oder komplexeste Titel zu sein. Im Grunde genommen bleibt die Spielmechanik bis auf einige Kleinigkeiten unangetastet, das betrifft Stärken wie auch Schwächen. So finden wir diverse Glitches, welche man sich in dem ein- oder anderen Level zu nutzen machen konnte im Remaster genauso wieder wie im Original. Allerdings finden sich ebenfalls Schwächen wie z.B. die teils starre Kameraführung im Remaster ein. Ein wenig gewöhnungsbedürftig ist das Movement, was sich besonders bei Sprüngen erstmal anders anfühlt. Während man an knapp erreichten Kanten gern mal abrutscht, kann man beim Anlauf quasi im Abrutschen noch springen, und kommt somit etwas weiter. Hat man die neue Mechanik aber halbwegs verinnerlicht, kommt es nach wie vor aufs Geschick an. Mein persönliches Hass-Level „The high Road“ zeigte dann noch eine weitere Schwäche im Remaster auf. Während man in der PSX Version selbst in der Luft stets den Schatten von Crash sah, kann man im Remaster leider nur erahnen wo Crash sich gerade in der Luft befindet, das hat das Level (ohne Seile zu nutzen) im direkten Vergleich noch ein gutes Stück schwerer gemacht.


Cortex schlägt erneut zurück und möchte die Welt erobern, wofür er die Macht von 25 Kristallen benötigt, die auf einer Insel verteilt sind. Natürlich ist es die Aufgabe von Crash, diese Kristalle zu finden. Cortex erzählt uns, dass er sich geändert habe und die Kristalle benötige, um einen Meteor zu zerstören. Crash, der längst nicht so schlau ist, wie wir als Spieler der ihn steuert, glaubt ihm und macht sich direkt auf den Weg diese zu finden. Die Story wirkt heute nicht mehr so atemberaubend auf mich, wie früher, da ich sie mit erwachsenen Augen und nicht mehr mit den Vorstellungen eines kleinen Kindes sehe, aber trotzdem ist sie auf eine ganz besondere Art und Weise total niedlich und weist auch heute noch einen gewissen Unterhaltungswert auf. Die Prinzessin zum hundertsten Mal aus einem anderen Schloss zu retten, ist ebenfalls nicht besser und so macht sich der kleine Beuteldachs Crash doch sehr gut auf der PlayStation und nun auch PlayStation 4 in der neuen Aufmachung.



Seit seinem ersten Auftritt von dem kleinen, frechen Beuteldachs Crash Bandicoot konnte ich nicht genug von ihm und auch seiner Freundin Coco und den grandiosen Spielprinzip sowie Welten bekommen. Im dritten Teil der Serie erinnere ich mich noch genau daran, dass man zum ersten Mal mit Coco auf einem kleinen Tiger auf der Chinesischen Mauer reiten konnte. Dieses Level (Welt 1, Stage 3) war übrigens unter uns Freunden jenes Level, welches wir immer und immer wieder spielten- nicht nur um unsere Bestzeiten gegenseitig zu schlagen, sondern auch, um ordentlich Leben zu sammeln, die wir in diversen anderen Stages verbraten mussten.



Da wäre zum Beispiel einige Level, wo Crash mit dem Chopper über die Straße düst und gegen Rivalen antritt. Es gilt, um den begehrten Edelstein zu bekommen und somit das Level abzuschließen, als Erster über die Ziellinie zu fahren. Man, was habe ich geflucht! Ja und ich habe beim Spielen des Remakes gemerkt, dass ich an genau den gleichen Hindernissen und Tücken zu fluchen begann, als sei es 1998. Meine Mutter kam dann früher immer in mein Zimmer und ich habe ihre Stimme auch heute noch im Ohr: „Mach doch das Spiel aus, wenn es dich so aufregt!“



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Die Nasenbeutler oder Beuteldachse (Peramelemorphia) sind eine Ordnung der Beutelsäuger mit drei Familien und 22 Arten, wovon 3 Arten als ausgestorben gelten. Nach ihrem englischen Namen (Bandicoots) werden diese Tiere auch manchmal als Bandikuts bezeichnet. Der Begriff stammt aus der südindischen Sprache Telugu und bedeutet „Schweineratte“, er wurde ursprünglich für eine Nagetiergattung, die Bandikutratten (Bandicota) verwendet. HIHI. SCHWEINERATTE!