17. Juli 2015

Batman: Arkham Knight

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Nach seinem Tod in in Rocksteadys zweiten Batman Game Batman: Arkham City wurde der Leichnam des Jokers eingeäschert. Neun Monate später, genau an Halloween, wird ein Restaurant in Gotham einem Angstgasangriff von Scarecrow (Jonathan Crane) ausgesetzt. Dies hat zur Folge, dass die Menschen, die mit dem Gas in Berührung kommen, komplett sinnvernebelt aufeinander losgehen. Scarecrow sendet eine „letzte Warnung“ an Gotham. Sechs Millionen Gotham City -Einwohner werden evakuiert, die Verbrecher und deren Anführer, die Polizisten des GCPD inklusive Commissioner Jim Gordon, Batman sowie seine Verbündeten bleiben in der Stadt.

Mit Hilfe von Oracle (Barbara Gordon), der technischen Ausrüstung des Batmobils kann Batman Scarecrow und seine Maschine in der Fabrik von ACE Chemicals ausmachen. Als Batman die Fabrik stürmen will, stellt sich ihm ein unbekannter Krieger in einer hochmodernen Rüstung entgegen, der Arkham Knight. Dieser verfügt nicht nur über detailliertes Wissen über Batmans Ausrüstung und Kampftechniken, sondern auch über eine eigene Armee aus hunderten Soldaten, Kampfpanzern und Flugdrohnen. Diese Miliz rückt aus und bringt Gotham City gewaltsam unter ihre Kontrolle.

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Ihr wollt wissen, wie die Story weiter geht? Sorry, mehr kann und möchte ich Euch nicht verraten, weil wir uns sonst ganz schnell im Spoilerstrudel befinden.
Das Spielprinzip ist wie auch die anderen Spiele der Arkham-Hauptreihe ähnlich dem Spielprinzip von Arkham Asylum, dem ersten Spiel der Serie, gestaltet, wobei zahlreiche Optimierungen vorgenommen wurden. Wie in den anderen Arkham-Spielen auch, wird das Spiel dem Spieler aus der Third-Person-Perspektive präsentiert. Ihr steuert Batman durch die offen gestaltete Spielwelt, die neben den Hauptmissionen optional auch Nebenaufträge sowie versteckte Rätsel bereithält.

 

Das Gameplay

Gotham wurde praktischerweise evakuiert und ist somit Einwohnerfrei, jedoch kommt mir die Stadt teilweise etwas zu unlebendig vor. Hier hätte man nur ein klein wenig dran schrauben können, zum beispiel doch ein paar Zivilisten inzinieren sollen, damit Gotham nicht ganz so verlassen aussieht. Der Aktionsrahmen umfasst meist ein begrenztes Gebiet, sodass wir wenig von Open World sprechen können, jedoch fällt das beim Spielen wenig ins Gewicht. Die nahtlosen Übergänge zwischen Film- und Spielszenen sind nahtlos in Szene gesetzt. Das Spiel kommt so lange ohne Ladepausen aus, bis man stirbt und an einen Speicherpunkt zurück muss. Technisch lässt hier Rocksteady die Muskeln spielen. Hier wird deutlich gezeigt, wozu die neuen Konsolen fähig sind. Gebäude stürzen zusammen, der Regen perlt über unseren Batsuit, die Explosionen sehen unglaublich realistisch aus, wir fliegen höher, schneller, weiter!

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Persons of Interest

Batman schützt die Welt vor den Bösewichtern, aber ich wette es geht nicht nur mir so, dass wir insgeheim die Bad Boys weitaus mehr lieben? Lasst mich die wichtigsten Personen euch einmal vorstellen:

Nightwings wahre Identität ist die von Dick Grayson, der auch mehrmals Bruce Wayne als Batman vertrat. Kurzzeitig hatte jedoch auch der zweite Robin Jason Todd die Identität von Nightwing angenommen und agierte parallel zu Dick Grayson in New York, als eine mörderische Version von Nightwing. Während dieser Zeit wurde Jason Todd entführt und Dick erhielt bei seiner Befreiung Hilfe von Cheyene Freemont, die sich ein ähnliches Kostüm wie er anfertigte und als weiblicher Nightwing an seiner Seite war. Nach der Befreiung Jason’s, gab sie das Superhelden Leben jedoch wieder auf.

Catwoman auch besser bekannt als Selina Kyle ist ein Charakter aus dem DC Comics Universum. Ursprünglich wurde sie als Schurkin eingeführt, später jedoch wandelt sie sich zu einer Verbündeten von Batman mit dem sich auch schon häufiger ein Verhältnis hatte. Zwischenzeitlich hatte auch ihr „Mündel“ Holly Robinson die Identität von Catwoman angenommen.

Dr. Harleen Quinzel war einst Psychiaterin im Arkham Asylum und damit beauftragt den Joker zu behandeln. Allerdings fühlte sie sich immer mehr zu diesem hingezogen und war fest davon überzeugt, in ihn verliebt zu sein. Harleen Quinzel half dem Joker bei seiner Flucht aus der Anstalt und übernahm selbst die Identität von Harley Quinn, der persönlichen Gehilfin Jokers. Obwohl mehrmals von ihrem Geliebten im Stich gelassen, blieb sie auch nach seiner Niederlage gegen Batman an Jokers Seite.

Jonathan Crane alias Scarecrow ist ein krimineller ehemaliger Psychiater und Universitätsprofessor. Mithilfe seines selbstgeschaffenen „Angstgases“, das jeden, der in Kontakt damit kommt, seine schlimmsten Alpträume durchleben lässt, terrorisiert er Gotham.

Poison Ivy, geboren als Pamela Lillian Isley in Seattle, wuchs als verwöhntes Einzelkind bei ihren wohlhabenden Eltern auf. Pamela ist von ausnehmender Schönheit, verbringt aber trotzdem die meiste Zeit alleine und ohne Spielkameraden. Sie war ein sehr ruhiges Kind mit labiler Psyche. Nach einiger Enttäuschung darüber, niemals Blumen geschenkt zu bekommen, fing sie an, selbst Rosen zu züchten. So wuchs ihr Interesse an der Botanik bis sie sich schließlich der pflanzlichen Welt näher fühlte als der menschlichen. Unter dem Namen Poison Ivy begann sie Verbrechen zu begehen, um seine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Zwischen Batman und Poison Ivy herrscht eine stetige Hass-Liebe.

In einer Blockhütte in der Schweiz wurde Jean-Paul von Nomoz, einem vom Orden genetisch gezüchteten Zwerg, ausgebildet und bekam sein erstes Kostüm, das er jedoch schnell in eine hochmoderne Rüstung umänderte. Er nahm den Kampf gegen Carleton LeHah auf und traf dabei auf Batman, der ebenfalls hinter LeHah her war. Batman war fest entschlossen, Jean-Paul von seiner Konditionierung, dem „System“, zu befreien. Jean-Paul wurde daraufhin von Batmans Partner Robin trainiert, um seine Fähigkeiten als Verbrechensbekämpfer zu perfektionieren

Die Bat-Gadgets

Batman führt einige durchaus nützliche Gegenstände mit sich, die Ihm das Leben leichter machen. Werfen wir einen kleinen Blick darauf.

Bat-Claw

Mit der Bat-Kralle lassen sich wie mit einem Enterhaken höher gelegene Ebenen erreichen oder Fassaden wie mit einer Seilwinde zerstören.

Batarang

Der Batarang ist die von Batman am häufigsten benutzte Waffe. Sie ist ähnlich einem Boomerang.

Batmobil-Fernsteuerung

Mit der Fernsteuerung können wir jederzeit in Straßennähe das Batmobil zu uns rufen, wenn es benötigt wird. Nicht nur das. Wenn wir uns zum Beispiel in einem feststeckenden Aufzug befinden, sollten wir die Fernsteuerung aktivieren und das Batmobil sieht uns hilfreich mit einer Seilwinde hoch und befreit uns aus unserer misslichen Lage.

Explosivgel

Nein, das ist kein Elfmeterspray und auch kein Rasierschaum. Dieses Gel hat eine Funktion wie Dynamit und man trägt es an Stellen auf, an denen man es tüchtig krachen lassen möchte. Kaboom.

Rauchbombe

Wird das Kampfgeschehen zu hektisch? Muss Batman schnell flüchten? Dann lass eine Rauchbombe fallen! Diese vernebelt kurzzeitig unseren Gegnern die Sicht und wir haben die Chance uns davon zu schwingen.

Das Batmobil

Zeit um über die wohl größte Neuerung von Batman: Arkham Knight zu sprechen- Das Batmobil. Endlich bekommen die Spieler ein standesgemäßes Fortbewegungsmittel spendiert. Wir können mit dem Batmobil nicht nur schnell von A nach B kommen, Greifhaken oder Turboboosts einsetzen, sondern können unser Gefährt auf Knopfdruck in einen echten Kampfpanzer verwandeln. Die Kampfdrohnen des Arkham Knight patroullieren durch die Straßen und wir können praktischerweise mit unseren Raketen oder der installierten Minigun diese ausschalten. Weniger praktisch gestaltet sich die Steuerung, denn des Öfteren kommt man beim Fahren ins Schlingern. Hier ist wichtig sich eine Eingewöhnungszeit zu nehmen, denn das Batmobil ist in einigen Missionen zwingend zum Abschluss nötig und auch die Renn-Herausforderungen möchten abgeschlossen werden.

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Das Kampfsystem

Das sogenannte Freeflow-Kampfsystem kennen wir schon aus den Vorgängern. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Nahkampf. Wir treffen immer wieder auf eine Überzahl an feindlichen Schläger, die uns an den Bat-Kragen wollen. Die Gegner haben alle unterschiedliche Stärken und Schwächen. Man muss im richtigen Moment den richtigen Angriff wählen, Attacken ausweichen oder sie zurück schlagen. Timing ist hier das A und O. Oft kommen Akrobaten auf uns zu, die mit Klingen durch die Luft wirbeln oder dicke Kraftpakete, die von unseren normalen Schlägen relativ unbegeistert sind. Der Kampf ist sehr dynamisch und wir überlegen, welchen Feind wir zuerst angreifen sollten oder das Licht ausknipsen. Gerne binden wir auch unsere Umgebung, zum Beispiel einen Stromkasten, mit ein und da wir in manchen Missionen mit Catwoman oder Nightwing verbringen, können wir auch Doppelangriffe ausführen oder gar in die Rolle unseres Partners schlüpfen.

Wir können unsere Gegner aber auch geräuschlos ausschalten und müssen uns nicht in den lauten Nahkampf stürzen. Hier können wir uns in Bodengitter versecken, durch Lüftungsschächte kriechen, uns an Gegner schleichen und sie leise beseitigen. Das Ausschalten mithilfe unserer Gadgets, über Vorsprünge, Wasserspeier oder vom Dach ist auch möglich. Dazu bieten sich die kleinen bewachten Areale optimal an. Das lautlose Ausschalten machte mir besonders viel Spaß, da es eine größere Herausforderung bot und man dadurch auch mehr Erfahrungspunkte kassiert.

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Das Upgrademenü

Das Auflevelsystem kommt auch bei Batman: Arkham Knight zurück. Durch Vernichtung der Feinde, oder Abschluss von Haupt- und Nebenmissionen erhalten wir Erfahrungspunkte, die wir in Upgradepunkte umwandeln und in Upgrades eintauschen können. Im Menü können wir eine ganze Palette von Fähigkeiten für unseren Batsuit, Kampffähigkeiten, Ausrüstungstechnologie, Ausrüstungseinsatz, Batmobil und Batmobil-Waffen erwerben.

 

Nebenbeschäftigungen

Neben der Hauptstory, die uns zirka 15 Stunden beschäftigt, gibt es in Batman: Arkham Knight viele frei im Menü auswählbare Nebenmissionen. Batman hat schließlich immer was zu tun und Langeweile ist im Hause Batsy Fehlanzeige! Gerne habe ich hier auch meine Zeit verbracht um schnell ein paar gut gelegene Erfahrungspunkte einzustreichen.

Neben den bekannten Riddler-Rätseln können wir Mordserien im Detektivmodus untersuchen, Feuerwehrmänner befreien und andere Schurken wie zum Beispiel Two-Face davon abhalten, Banken zu überfallen. Dabei hat jede Nebenmission seinen ganz eigenen Reiz.

Im Laufe des Spiels werden viele Kampf-, Jäger- oder Renn-Herausforderungen freigeschaltet, die wir im Hauptmenü auswählen können. Hier können wir uns durch Punktvergabe auch an Freunden und weltweiten Spielerrankings messen.

Die Optik

Batman: Arkham Knight überzeugt, gerade auf den Konsolen, mit unglaublich detaillierten Texturen und schönen Effekten. Auch wenn der Unterschied sich kaum bemerkbar macht: Auf der PS4 ist das Spiel auf 1080p und auf der Xbox One 900p dar gesellt. Lediglich sieht man ein leichtes Kantenflimmern, das jedoch schlägt im Gesamteindruck nicht sehr ins Gewicht. Auf beiden Konsolen läuft das Spiel auf stabilen 90 Bildern pro Sekunde und ist optisch eine Granate.

Anmerkung: Die Grundlage unseres Tests liegt auf der PS4 Version, mir ist bewusst, dass die PC-Version laut dem Feedback der Spieler im Internet aufgrund massiver technischer Probleme deutlich schwächer bewertet wurde. Als Folge der technischen Schwierigkeiten wurde von Warner der Vertrieb der PC-Fassung am 25. Juni 2015 vorläufig eingestellt.

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Der Sound

Das Geschehen wird vom Soundtrack stets passend untermalt und die Effekte sind stimmig. Die dunklen Schlag- und Trittgeräusche vermitteln die perfekte düstere Atmosphäre. Die englischen Sprecher bringen die Emotionen der Charaktere authentisch rüber und hey- der Batman-Sprecher Kevin Conroy aus den ersten beiden Serienteilen ist wieder mit von der Partie!

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Fazit

Batman: Arkham Knight ist der gelungene Abschluss von Rocksteadys Arkham Trilogie, der alle Storyfäden zum Ende bringt. Spielerisch ist der Titel nicht nur für Comicfans eine Offenbarung. Eine gute abschließende Story, perfektes Gameplay und eine feine Optik. Das Batmobil benötigt eine Eingewöhnungszeit, ansonsten ist Batman: Arkham Knight eine gewohnt gute Mischung aus Schleichen, Rätseln und Kämpfen. Batman: Akrham Knight kann ich wirklich jedem empfehlen, der nicht nur Comicfan ist, sondern auch auf Action steht. Jedoch Vorsicht: Hände weg von der PC Version! Die Schwierigkeit zieht bei einigen Missionen deutlich an und das Joker-Potential wurde leider etwas verschenkt. Jedoch freuen wir uns auf ein Wiedersehen mit den uns bekannten Gesichtern und Figuren aus dem DC-Universum.  Abwechslungsreich, düster, spannend: Ein gelungener Abschluss der Arkham-Reihe!

 

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