4. Januar 2021

Rigid Force Redux

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Rigid Force Redux ist ein 2D-Shoot’em Up Sidescroller im Stil von Spielen wie R-Type. An Bord des Hightech-Raumschiffs Rigid Force Alpha stellt man sich auf diversen Planeten oder um diese herum feindlichen Schiffen, Robotern oder todbringenden Lebensformen. Man manövriert gewohnt von links nach rechts auf begrenztem Raum durch Labyrinthe aus Asteroiden oder unterirdischen Höhlensystemen und muss auf Angriffe aus jeder Richtung gefasst sein. Glücklicherweise halten sich dort auch Waffen-Upgrades versteckt, die die Möglichkeit bieten, sich in alle Richtungen zu verteidigen.

Verbesserte Konsolenversion

Entwickler Marcel Rebenstorf, der zuvor bei Ubisoft Blue Byte an Spielen wie ANNO oder Might and Magic Heroes Online gearbeitet hat, verbrachte die vergangenen Jahre mit der Entwicklung dieses Projekts, einer stark verbesserten Version des 2018 auf Steam erschienenen Titels Rigid Force Alpha. Die Konsolenversion kommt nun mit flüssigen 60 FPS daher, ausgeglichenerem Balancing und weiteren optischen Verbesserungen.

6 Stages voller Gefahren

In 6 Stages kämpft der Spieler sich mit dem Schiff durch stark variierende Umgebungen, die ihrerseits mit herumfliegenden Asteroiden oder herunterhängenden Eiszapfen Gefahren bergen. Ihm entgegen stellen sich in jeder Stage neue Gegner mit anderen Angriffsmustern, mal technologischem und mal biologischem Ursprungs. Am Ende jeder Stage wartet dann noch ein gewaltiger Boss auf einen, der das gesamte Können und eine hohe Konzentration vom Spieler abverlangt.

Die Stages sind nicht übermäßig lang und das Bewegungsfeld im scrollenden Bildschirm ist auch sehr begrenzt, dennoch macht es auf jeden Fall Spaß die verschiedenen Gegner in die Luft zu jagen, waghalsige Manöver einzuleiten, um weitere Upgrades aufzusammeln und den bisherigen Rekord zu brechen. Allerdings ist auch der Schwierigkeitsgrad, wie nicht unüblich für dieses Spiel-Genre, sehr happig. Unabhängig davon, ob man im Spielmenü „Einfach“ auswählt, wird es spätestens in der vierten Stage und allerspätestens dort beim Bosskampf bockschwer, wo eine so aberwitzige Vielzahl an Geschossen durch die Luft fliegt, dass man sich wirklich etwas mehr Bewegungsspielraum auf dem Bildschirm wünscht – gerade, weil ja ohnehin die Hälfte davon vom Boss selber eingenommen wird.

Steckt das Schiff drei Treffer ein, wird man besiegt. Die Anzahl der Leben, die man nur sehr selten mit einem Item aufstocken kann, zeigt, wie oft das zerstörte Schiff sofort mit einem Ersatz ausgetauscht werden kann. Reicht auch das nicht, um das Ende der Stage zu erreichen, stehen dem Spieler auch noch eine Reihe von Continues zur Verfügung, die ihn die Stage von vorne starten lassen. Geht man Game Over versetzt die Option „Neuer Versuch“ einen komplett zurück an den Anfang des Spiels, über das Hauptmenü kann man aber zumindest den Startpunkt an eine bereits bewältigte Stage setzen.

Arcade-Modus und Boss Rush

Alternative Spielmodi, deren Bestandteile auch erst einmal mithilfe des Story-Modus freigeschaltet werden müssen, sind ein in meinen Augen deutlich spaßigerer Arcade-Modus und ein Boss Rush. In letzterem stellt man sich, wie der Name schon sagt, den Bossen des Spiels in einer Reihe, während man im Arcade-Modus dieselben Level aus der Story spielt, allerdings für alles bunte Punkte erhält und endlich auch dafür belohnt wird, zusammengehörige Gegnerreihen komplett auszulöschen. Zudem gibt es noch zusätzliche Bonus-Herausforderungen, wie gestrandete Astronauten aufzusammeln.

Story und Grafik

Die Story selbst ist weniger eine wirkliche Geschichte und mehr eine Anhäufung von Missions-Briefings. Eine komplett deutsch synchronisierte Frauenstimme gibt, für meinen Geschmack, eine etwas zu ausführliche Informationsbasis über den aktuellen Planeten, seine Lebensformen und welchen Grund es hat, sich ihnen bewaffnet zu stellen. Diese, teilweise aber mit kleinen Zwischensequenzen versehenen Videos, können nach Belieben übersprungen werden. Wenn man sich schon so eine Mühe mit einem Story-Modus gibt, wäre ein gewisser roter Faden nett gewesen.

Grafisch hingegen kann ich nichts aussetzen. Die Umgebungen sehen spitze aus und auch all die darin lauernden Gefahren wurden sehr detailliert in der 3D-Grafik umgesetzt. Speziell auch die Lichteffekte beim Abfeuern der verschiedenen Waffensysteme machen Spaß. Der Synthwave-Soundtrack ist dabei natürlich äußerst passend.

Fazit

Wenn mir schon die Option geboten wird, ein Spiel auf Einfach spielen zu dürfen, dann ist es umso enttäuschender wenn mich bereits nach kaum einer halben Stunde Spielzeit die Frustration packt. Man hat nicht viel Bewegungsspielraum und da das Spiel auch lediglich 6 Stages umfasst, ist die Lernkurve relativ kurz – wenn einem dann ein Boss entgegengeworfen wird, der so gut wie jeden Quadratzentimeter des Bildschirms tödlich macht, wird’s schon äußerst knifflig. Shoot’em Up-Freunde werden das vom Genre aber wohl gewöhnt sein und sollten eine entsprechende Toleranzgrenze mitbringen. Ebenso sollten sie sicherlich gewohnt sein, dieselben Level immer und immer zu wiederholen, um ihre Fertigkeiten zu verbessern.

Der Look des Spiels hat mir jedenfalls ausgezeichnet gefallen und auch die Waffensysteme machen ziemlichen Spaß – zumindest, solange man seine Upgrades behält. Genau wie bei Binding of Isaac kommt der größte Spaß mit der größten Feuerkraft – stirbt man allerdings, verliert man diese und kassiert entsprechend erst einmal einen gehörigen Dämpfer. Gerade aber auch die Funktion seine sekundären Kanonen zu konzentrieren, auf ein größeres Feld zu streuen oder hinter sich zu richten ist clever gelöst.

Rigid Force Redux

6.8

Wertung

6.8/10

Rigid Force Redux ist erhältlich für Nintendo Switch, PC, PlayStation 4 und XBox One.

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