23. Oktober 2020

Star Wars: Squadrons

By 0 72 Views

Star Wars Fans setzen sich auch ab sofort in die Cockpits. Ich weiß selbst noch, als wäre es gestern gewesen: 1993 saß ich vor meinem 486er PC und war völlig von der Weltraumkampfsimulation X-Wing und ein Jahr darauffolgend von TIE Fighter angetan. Damals fühlten sich die Schlachten im All einfach nur genial an.

Auch bei Battlefront saßen wir bereits am Steuer unserer Weltraum-Flugschiffe, das wird für die Battlefront-Spieler nichts neues sein. Wer aber davon nicht genug bekommen hat, der sollte sich Squadrons anschauen. Und das, meine Lieben, habe ich für Euch in meinem Test getan. Nur was für Fans? Wir finden es heraus.

Pew, Pew!

Die Handlung von Star Wars: Squadrons spielt nach den Ereignissen des Star-Wars-Films Die Rückkehr der Jedi-Ritter. Hand aufs Herz: Ich urteile an dieser Stelle nicht über die Geschichte von Squadrons oder maße mir an zu sagen, dass irgendwas nicht passt. Mit grundlegenden Star Wars (Film-)Kenntnissen passt das soweit alles und bietet mir im Singleplayer eine gute Unterhaltung. Die Einzelkampagne gestaltet sich linear und auch die verschiedenen Charaktere, unsere Crew, die mit uns zwischen den Missionen in Dialog tritt sind zwar ganz nett, dennoch bietet sich für uns keine Gelegenheit zu antworten. Hier hätten Dialogfenster oder bestimmte Ereignisse für etwas mehr Pepp gesorgt.

Imperium oder neue Republik?

Anfangs dürfen wir unseren Piloten selbst gestalten und einen Namen geben: Geschlecht, verschiedene Köpfe, Stimmen und mehr stehen zur Auswahl. Da ihr jeweils einen Piloten oder Piloten der Rebellion oder des Imperiums spielt, könnt ihr euer Aussehen jeweils selbst bestimmen. Auch später dürfen wir mit unseren erspielten Punkten unser Aussehen mit anderen Kleidungsstücken anpassen.

Insgesamt gibt es vier Schwierigkeitsgrade die wir auswählen können. Sollen die Gegner weniger gefährlich und die Sternenjäger leichter zu steuern sein, oder meistern wir unsere Flugfähigkeiten und haben empfindlichere Jäger. Wir haben die Wahl.

Multiplayer

Der Multiplayermodus bietet uns zwei Gefechtsarten: Weltraumgefecht und Flottenschlacht. Im Gefecht treten wir 5 gegen 5 an- entweder gegen die KI oder Onlinespieler. Uns erwartet ein klassischer Eliminierungsmodus (Deathmatch), zwei Teams kämpfen gegeneinander. Dort kommen ausschließlich Sternenjäger zum Einsatz. Werden wir einmal abgeschossen, so starten wir bei unserem Hauptschiff und müssen erstmal eine kleine Distanz überwinden, bis wir uns wieder gegen unsere Gegner ins Gefecht stürzen können.
Die Flottenschlachten sind meines Erachtens das Herzstück des Spiels. Hier stellen wir uns gegen eine Mauer von feindlichen Schiffen mit Dutzenden von Kämpfern auf beiden Seiten sowie Angriffsschiffe, Hauptschiffe und Nachfüllstationen. Man kann sagen was man will, aber es fühlt sich total gut an über das Deck eines Sternenzerstörers zu fliegen, seine Laserkanonen darauf abzufeuern oder aber verwundbare Punkte wie Schildgeneratoren oder die Stromversorgung zu zerstören.

Das Matchmaking ist skillbasiert und die plattformübergreifenden Lobbys sorgen dafür, dass wir nicht lange auf ein Spiel warten müssen, sondern immer eine Lobby bzw. Crew zum miteinander spielen finden. Ich sollte auch darauf hinweisen, dass wir alleine im Multiplayer-Modus am besten an die begehrten Erfahungspunkte für unsere Kosmetika im Spiel heran kommen.

Steuerung und Gameplay

Star Wars: Squadrons spielt sich wie die alten X-Wing / TIE Fighter Spiele. Sicherlich könnt ihr auch den fetten Flightstick zum Steuern eures Luftschiffs rausholen, aber einen Flight Simulator dürft ihr nicht erwarten. Squadrons spielt sich arcadig mit einigen Extras und das macht es gut. Wir können die Energie unseres Fighters auf drei Stufen umlenken. Entweder wir geben volle Power auf Schub, so werden wir schneller und fliegen driftend umher, oder wir setzen alles auf Feuerkraft und verringern zum Beispiel damit die Abklingzeit unserer Geschütze, außerdem können wir auch noch unsere Schilde verstärken umso weniger Schaden von feindlichen Treffern einzustecken. Wer es lieber ausgewogen mag, spielt mit ausgeglichener Energie aller drei Faktoren.

Star Wars: Squadrons bietet uns auch eine Virtual Reality Erfahrung, die ich aufgrund von fehlendem Equipment leider nicht eingehen kann. Die Stimmen aus dem Netz (Twitter) berichten aber von sehr viel Spaß.
Eure gesamte Weltraumflotte besteht aus acht Schiffen (jede Seite hat vier Schiffe), die sich auch unterschiedlich fliegen und jeweils anders zu handhaben sind. Zu den Abfangjägern zählen A-Flügler und TIE Abfangjäger, die Bomber sind Y-Flügler und TIE-Bomber. Die X-Flügler und TIE-Jäger gehören zur Jägerklasse und die U-Flügler und TIE-Reaper zählen zu den Unterstützungsschiffen.

Welche Klasse euch im Endeffekt am besten schmeckt oder welche ihr am besten beherrscht findet ihr am besten heraus, wenn ihr zunächst einmal die Story durchspielt, denn dort werdet ihr alle Klassen kennenlernen. Dies ist zwar kein Muss, aber dennoch ein guter Einstieg.
Ihr solltet auf jeden Fall mal auf der offiziellen Seite des Spiels hereinschauen, denn dort findet ihr einen guten Leitfaden, welche Teile sich zum Einbau lohnen, bzw. findet ihr dort Inspiration euch euren Fighter gut anzupassen. Hier geht’s zur Seite (klick).

Fazit

Star Wars: Squadrons ist klar auf Multiplayer-Spiel ausgelegt. Einzelkämpfer bekommen zwar auch eine rund 10-stündige Kampagne geboten, die auch ich sehr gern spielte, dennoch geht es um das mit- oder gegeneinander auf einen der beiden Seiten in der Luft.

Was mir persönlich nicht schmeckte ist, dass sich die Missionsziele in der Kampagne zu wenig Variation boten und dass einige Missionen sich wiederholen. Meistens müssen wir unseren Kameraden in der Luft zu einem bestimmten Punkt folgen, bestimmte Ziele ausschalten und dann mittels Lichtsprung schnell vom Geschehen verduften. Ein bisschen mehr Abwechslung wäre nicht schlecht gewesen, dennoch hatte ich meinen Spaß.

Die Individualisierung unserer beiden Charaktere ist ziemlich ermüdend. Wir verdienen leider viel zu wenig Punkte für unsere Multiplayer-Gefechte, sodass es mühselig ist, genug Punkte zu bekommen um unseren Piloten ein neues Outfit oder unserem Luftschiff einen neuen Anstrich oder optische Ausstattung zu verpassen. Wir alle kennen den Drang, sich individuell optisch von anderen Mitspielern zu unterscheiden. Was positiv zu erwähnen ist, ist der Fakt, dass Mikrotransaktionen komplett wegfallen.

Optisch sieht Squadrons sehr gut aus. Das fängt mit den kleinen Startsequenzen an, geht über die Innenansicht der Cockpits, wo unsere Piloten nach den blinkenden Schaltern und Monitoren greifen und endet in schönen Luftkämpfen mit tollen Explosionen in sechs super in Szene gesetzten Weltraumschauplätzen.

Wen die Ace Combat-Reihe zu trocken erscheint sollte auf jeden Fall mal in Star Wars: Squadrons reinschauen- hier bekommt ihr spaßige Arcadeaction im Star Wars Universum.
Kurzum: Für knapp 40 Euro ist Squadrons zu erwerben und unter dem Strich ein gerechtfertigter Preis. Hier und da gibt es zwar was zu meckern, dennoch macht das Spiel einen guten Job und bietet uns schöne Gefechte im Star Wars Universum. Fans greifen zu und wer die Weltraumkämpfe bereits in Battlefront II mochte, wird auch hier mit dem Kauf keinen Fehler begehen.

Star Wars: Squadrons

8

Wertung

8.0/10

Star Wars: Squadrons erscheint am 2. Oktober 2020 auf PlayStation 4, Xbox One und PC.

  Review
Next Post

Mafia: Definitive Edition im Test

23. Oktober 2020 0
Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.