The Gardens Between glänzt zwar nicht mit dem abwechslungsreichsten Gameplay, auch wenn es überwiegend sehr innovativ ist, weiß aber durch seine detail- und ideenreichen Level zu überzeugen. Obwohl der Grafikstil dem Indie-Bereich deutlich zuzuordnen ist, sind an einigen Punkten des Spiels immer wieder tolle Details eingebaut, die beim Spielen sofort oder nach dem längeren Erkunden und Suchen nach der richtigen Lösung auffallen. Obendrein soll der Indie-Look des Spiels natürlich keine Kritik sein, vielmehr unterstützt dieser die Atmosphäre und bekommt mit einem ruhigen Soundtrack die perfekte Unterstützung geboten.

Zum Ende des Spiels wird es immer düsterer.
Während die Rätsel zwar überwiegend einfach, jedoch toll durchdacht sind, gerät die Gefühlsebene in Bezug auf Arina und Frendt oftmals in Vergessenheit. Die Freundschaft und die baldige Trennung der beiden hat leider nicht die Intensität erhalten, die das Spiel benötigt hätte. Hier hätte trotz fehlender Sprachausgabe deutlich mehr mit Mimik und Gestik der beiden Freunde gearbeitet werden können. Ich denke, dass vermutlich jeder von euch schon einmal eine Freundin oder einen Freund aufgrund eines Umzugs in eine andere Stadt verloren hat. Oftmals schlafen diese Freundschaften durch die größere Entfernung ein und reißen im Laufe des Lebens einfach ab. Wer dies schon einmal erlebt hat, wird wissen, wie es sich für einen jungen Menschen anfühlt. Und genau dieses Gefühl und diesen Schmerz kann The Gardens Between leider nicht vermitteln, obwohl der nötige Grundbaustein vorhanden ist.