22. Januar 2019

Degrees of Separation

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In den letzten Jahren erlebt die Gamingwelt ein kleines Revival, welches wohl kaum Jemand kommen sah. Mit Spielen wie Brothers oder A Way Out holte man die guten alten Couch-Coop Spiele zurück in den Mainstream. Degrees of Seperation versucht nun auf diesen Zug aufzuspringen. Dabei glänzt es direkt mit einer sehr niedlichen und wunderschönen Optik. Es hat dazu einen Stil, der direkt aus einem Märchenbuch kommen könnte. Ich war direkt sehr gespannt und machte mich bereit, die ersten Eindrücke erleben zu können.

Story

Dabei beginnt Degrees of Seperation sehr seicht, wir lernen die beiden Protagonisten Ember und Rime kennen, welche sich durch die beiden Elemente Feuer und Eis auszeichnen. Am Anfang müssen die Beiden erst einmal zusammenfinden und während wir nun Beide zu ihrem Treffen steuern, wird uns der dritte „Protagonist“ in Form einer Erzählerin an die Hand gegeben. Diese kommentiert jegliche Aktion der Beiden und unterstreicht damit das Bild des Märchens noch einmal. Haben Ember und Rime dann zueinander gefunden, begeben sie sich auf eine Reise. Denn das so schöne Land indem sie Leben droht zu bröckeln, jedoch wissen sie nicht warum oder was der Grund ist. Nun ist es an ihnen, genau das herauszufinden.

Gameplay

In dem Moment wenn die Beiden aufeinandertreffen, bemerken wir den Kniff des Gameplays. Ember und Rime stehen zwar nebeneinander aber können sich nicht berühren, sie sind ganz nah aber doch weit entfernt. Auf Rimes Seite herrscht dabei immer die Kälte. Wasser friert ein, Schnee fällt und Fontänen bleiben aus. Ember kontrolliert dabei die Wärme und behebt dabei die Dinge, die Rime verändert. Dabei zieht sich ein Strich durch den Bildschirm, in dem Alles geteilt wird. Genau darauf werden die Rätsel aufgebaut. Das ist Etwas, was einerseits echt gut funktioniert und wirkt, andererseits wurde es mir schnell zu wenig. Ja das Ganze wird immer mal wieder neu eingesetzt aber nach dem Vierten Rätsel mit Wasser oder den Fontänen, hatte Ich eine gewisse Lust auf mehr, die Kreativität scheint wirklich groß zu sein, jedoch wurde sie (noch) nicht genug genutzt.

So ist das Gameplay in den Abschnitten auch eher komisch gelöst. Wir müssen nämlich Schals einsammeln, die uns beim Fortschritt helfen. Das ist einerseits nicht schlecht aber hätte als Collectible gereicht. Denn Spiele wie Limbo und Little Nightmares zeigen uns, dass man es so lösen kann, dass man einfach Hindernisse in den Weg legt, die immer mehr der Fähigkeiten auf einmal verlangen. Teilweise fühlt sich Degrees of Seperation so an wie Limbo aber dann laufe Ich erneut durch einen leeren Abschnitt und komme dann wieder an eine Passage, in der ein Schal lauert und eingesammelt werden möchte. Damit verlässt mich schnell der Drang immer weiter zu spielen, da ich schnell satt bin und erstmal eine Pause brauche. Natürlich kann man das in späteren Leveln noch anders lösen und damit Abwechslung hereinbringen, die auch schon besteht, nämlich dann, wenn man einen schwarzen Drachen weglocken oder eine Reihe von Fahrstühlen ausrichten muss um weiterzukommen. Der Ansatz ist da und im Gesamten macht es auch Spaß, ermüdet aber schnell. Das ist schade, aber ich hoffe, dass es im fertigen Spiel zu Release noch etwas anzieht.

Ersteindruck

Degrees of Seperation ist wunderschön. Es ist traumhaft, es ist niedlich, herzerwärmend und macht wirklich Spaß. Das trifft zumindest auf das Konstrukt von Story, Technik und Musik zu. Worte wie „interessant“, „intelligent“ und „okay“ treffen sehr auf das Gameplay zu. Ich sehe die Ansätze, Ich sehe die Intention und es macht wirklich viel Spaß, ich gehe immer weiter, mit dem Gedanken an was Neues, gehe weiter weil mich die Atmosphäre packt und die Erzählerin mich anspornt. Ich hoffe daher, dass Degrees of Seperation sich nochmal fängt, was das Gameplay angeht und es sich den Visuals anpasst. Sollte es das nicht tun, haben wir kein schlechtes Spiel, nur eines mit okay‘em Gameplay aber einem wirklich guten Gesamtbild.

Degrees of Seperation erscheint am 14. Februar 2019 für Nintendo Switch, PlayStation 4, PC (Steam) und Xbox One.

Vielen Dank an unseren Gastautor Dave „Schubbi“ Mante für diesen Test!

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