18. Februar 2019

Lovecraft’s Untold Stories

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In seinen Spielen auf die Werke von Howard Philipps Lovecraft anspielen ist schon lange keine Seltenheit mehr. Egal ob einen kompletten DLC mit Fallout 4 und Far Harbor. So gut wie jedem Stück in Bloodborne oder sogar als einfaches Easter Egg, in jedem zweiten Spiel. Jedoch fehlt es an dedizierten Spielen, die den Cthulhu-Mythos thematisieren, also welchen die wirklich Aufmerksamkeit bekommen und verdienen. Natürlich kennen wir Alle den Klassiker Call of Cthulhu – Dark Corners of the Earth und auch das überraschend gute Horrorspiel Call of Cthulhu von 2018.

Vor kurzem erreichte mich dann Lovecraft‘s Untold Stories. Direkt war ich vom Stil angetan, ein Doublestick-Shooter mit Lovecraft-Thematik, welcher die besten Werke zusammenfasst. Als Ich es dann startete, hatte ich zunächst einen Aha-Moment. Dieses Spiel ist ein The Binding of Isaac, nur mit Lovecraft-Thematik. Wir wählen am Anfang einen Charakter und schalten durch Collectibles und Fortschritt Neue frei, das Gleiche gilt für Waffen Upgrades und Welten.

Story

Eine genaue Story gibt es nicht, wir kämpfen uns einfach durch random generierte Level, die an Locations der Bücher erinnern sollen. So findet man sich zum Beispiel in einem Hafen wieder, was natürlich an Innsmouth erinnern soll und auch ein Level in Schnee und Eis ist vorhanden, eben die Mountains of Madness. Am Ende dieser Level bekämpfen wir jeweils einen der Greta Ines, welche sich selten als wirklich leicht herausstellen.

Gameplay

Wir haben es mit einem typischen Rouge-Like Game zu tun. Das bedeutet, wir laufen durch ein Konstrukt aus Räumen. Welche Gegner oder andere Ereignisse, wie Truhen und Co. Enthalten können. Dabei haben wir die Möglichkeit einige Dinge zu untersuchen. Oftmals geht man dabei einen Tausch ein und wechselt Wissen mit Sanity, diese beeinflusst unsere Lebensenergie und einige andere Dinge. Mit dem Wissen und den Hinweisen lassen sich Dinge freischalten und Rätsel lösen, oder eben die Bosstür öffnen.

Dabei können wir in acht Richtungen laufen, was die Bewegung leider teilweise etwas unbeholfen wirken lässt. Generell fand ich die Charaktere, die ich bisher gespielt habe, eher unbefriedigend in ihrem Gameplay. Zwar fühlt es sich gut an durch Reihen von Kultisten zu rollen und sie danach alle über den Haufen zu schießen. Es ist jedoch eher der Fall, dass ich übermannt werde, oder ohne viel Lebensenergie in einen Raum voller Monster komme, weil der Zufall mir vier Gegnerräume in den Weg setzt. Auch die Bosskämpfe hatten bisher leider nicht mehr zu bieten, als ausweichen, zu schießen, wieder ausweichen und hoffen, dass der Gegner umfällt, bevor er dich mit einer viel zu starken Attacke trifft. Alles in allem macht das Gameplay Spaß, sobald man etwas drin ist, eventuell ein paar Upgrades hat, oder direkt mit anderen Charakteren spielt. Anfangs ist es jedoch etwas eintönig.

 

Atmosphäre

Ein Lovecraft-Spiel sollte schon irgendwie creepy sein, dass schafft Untold Stories, zumindest teilweise. Dann wenn alles dunkel ist und auf einmal ein Gegner in dein Gesicht springt, oder wenn man ein Buch liest, welches widerwärtig geschrieben ist- oder die Musik mal wieder sehr passend gewählt wurde. Dazu sieht das Spiel auch noch fantastisch aus, zumindest das Innsmouth Level ist wahrlich eine Pracht!

Mein Problem damit ist, wie wirkt das Spiel, wenn Leute es spielen die Lovecraft nicht kennen? Dann wirkt es, bis auf die Bosse, sicher wie ein 08/15 Horrorspiel, wie Shrouded in Sanity und Konsorten und das ist schade, da das Gameplay leider nicht über das Mittelmaß herauskommt und das Spiel sich durch sein Design auszeichnet.

Fazit

Wen wundert es, Lovecraft‘s Untold Stories ist vor allem für Fans des Autors ein absolutes Fest. An allen Ecken wird man Dinge erkennen, wird sich über Seitenhiebe freuen und direkt wieder Lust auf die Bücher bekommen. Für alle anderen wird es wohl kaum ein Spiel sein, welches man mehrmals starten wird. Das Gameplay fesselt erst relativ spät und ist vorher eher Mittel zum Zweck. Teilweise ist das Spiel hübsch, hat dann aber auch wieder das Problem, dass es unkreative Level anbietet.

Es ist ein großes Hin und Her, mir persönlich gefällt Untold Stories, aber Ich kann mehr als verstehen, wenn andere einen Bogen um das Spiel machen.

Wertung

6.6

Wertung

6.6/10

Vielen Dank an unseren Gastautor Dave „Schubbi“ Mante für diesen Test!

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